Geschenk der Freude

Vorarlberg / 23.12.2019 • 18:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der 80-jährige Iwan Sokolowsky ist Jesuit, aber auch Priester im byzantinischen Ritus, er ist Dozent für islamische Tradition der Mystik, lehrt aber auch die Spiritualität der Ikonen und der orientalischen Kirchen in Wien. Der Wanderer zwischen den Welten malt selbst Ikonen. Das hat er in einem griechischen Kloster erlernt. Seine Weihnachtsikone sucht schlicht den großen Satz der Bibel auszudrücken: „Es schuf der Ewige den Menschen als sein Ebenbild“. Denn in der Heiligen Nacht „wurde Jesus selbst ein Mensch, ohne dabei seine göttliche Wesensart einzubüßen“. Für Sokolowsky folgert daraus, dass sich im Menschsein auch die unsichtbare Liebe des Ewigen ausdrücken kann. So wird das Weihnachtsfest zu einem Fest der herzlichen Zuneigung, an dem alle teilhaben. „Vor dem Gotteskind in der Krippe braucht niemand Angst zu haben, damit die Gottesfurcht nie mehr verwechselt wird mit der Angst vor Gott, denn sie bedeutet nur Ehrfurcht und staunende Mitfreude, wie sie die Hirten zum Ausdruck bringen. Geschenke können die armen Hirten keine bringen. „Ihre und unsere Mitfreude sind das wahre Geschenk des Weihnachtsfests.“ Sokolowsky