Breitband-Ausbau im ländlichen Raum

Vorarlberg / 26.12.2019 • 18:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Land gibt Geld für Projekte in fünf Gemeinden frei.

bregenz Ländliche Gebiete sollen gegenüber städtischen Ballungszentren nicht ins digitale Hintertreffen geraten. Aus diesem Grund hat die Landesregierung für den weiteren Ausbau der Breitband-Infrastruktur mehr als 250.000 Euro für fünf Projekte freigegeben. Nutznießer sind die Gemeinden Fußach, Höchst, Götzis, Egg und Klösterle. Gesamthaft werden 1,4 Millionen Euro investiert. Neben den Landeszuschüssen gibt es Fördermittel in Höhe von knapp 500.000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums sowie vom Bund, der sich mit über 250.000 Euro an den Kosten beteiligt. Für den zuständigen Landesrat Marco Tittler unterstreichen die anstehenden Projekte das im Regierungsprogramm festgehaltene Bekenntnis zu einer leistungsfähigen Breitband-Infrastruktur auch außerhalb der Zentren. Gefordert sei der Ausbau inbesondere in den ländlichen Regionen, wo mit Blick auf die Wirtschaft und auf öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Gemeindeverwaltungen schnelle Datenverbindungen unerlässlich seien.

Höhere Produktivität

Allein im Rahmen der Breitband­offensive des Bundes wurden in Vorarlberg im Zeitraum von 2015 bis 2019 mit diversen Förderprogrammen Projekte mit einem Fördervolumen von 8,4 Millionen Euro genehmigt. Im Rahmen der Breitbandmilliarde werden aktuell mehr als 22 Vorhaben realisiert. Zu dem Gesamtvolumen kommen zusätzliche Mittel für den Ausbau in nicht geförderten Gebieten. Laut Studien des WIFO schafft eine Milliarde Euro Investition in den Breitbandausbau 40.000 Arbeitsplätze. Der Einsatz von Web-Technologien für Klein- und Mittelbetriebe ermöglicht eine um zehn Prozent höhere Produktivität.

Eine hochwertige Breitbandversorgung ist laut Landeshauptmann Markus Wallner ein entscheidender Faktor für die Standortqualität und künftige Wachstumschancen. „Von einem leistungsfähigen Internet profitieren Bevölkerung und Wirtschaft“, gibt sich Wallner überzeugt. Das sei mindestens ebenso wichtig wie ein verlässliches Schienen-, Straßen- und Energienetz. Mittel- bis langfristig wird ein Gigabit bzw. Glasfaser-Ausbau angestrebt und dafür der Ressourceneinsatz weiter intensiviert.