Millionen für die digitale Zukunft Vorarlbergs

Vorarlberg / 26.12.2019 • 18:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Fördergelder von EU, Bund und Land
sollen Technologieinfrastruktur stärken.

Bregenz Um als Produktions- und Wirtschaftsstandort konkurrenzfähig zu bleiben, wird in Vorarlberg kräftig in die Forschungs- und Technologieinfrastruktur investiert. Im Zeitalter des digitalen Wandels erfährt dabei wenig überraschend der Bereich der digitalen Innovation besondere Beachtung. „Es ist eine gemeinsame Aufgabe, Vorarlberg hier in die Poleposition zu bringen“, betonen LH Markus Wallner (VP) und Wirtschaftslandesrat Marco Tittler (VP). Für zwei Projekte hat die Landesregierung rund 360.000 Euro sogenannter Efre- und Landesmittel freigegeben.

Umsetzung digitaler Strukturen

Beim Begriff Efre handelt es sich um den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Die vom Land bewilligten Beiträge, die für Vorarlberg reserviert sind, stammen aus dem Programm „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung Österreich 2014-2020“, das schwerpunktmäßig auf die Förderung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation, auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Klein- und Mittelbetrieben und auf den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien und verbesserte Energieeffizienz abzielt. Über das Programm werden bis Ende nächsten Jahres unterm Strich 23 Millionen Euro aus EU-, Bundes- sowie Landesmitteln in Vorarlberg investiert. Als Trägerin beider Projekte erhält die Fachhochschule Vorarlberg die jetzt bewilligten Beiträge in Gesamthöhe von über 360.000 Euro zur Gänze. Damit finanziert wird einerseits der weitere Auf- und Ausbau der Forschungs- und Lernstätte „Digital Factory Vorarlberg“. Zentraler Kern ist die Umsetzung digitaler Strukturen zum Aufbau einer modernen, intelligenten Fabrik. Andererseits wird die konkrete Forschungsarbeit unterstützt, indem Personalkosten mitgetragen werden. Die förderbaren Gesamtkosten beider Projekte wurden in Summe mit 725.000 Euro veranschlagt. Für LH Wallner und Tittler handelt es sich um eine „ganz entscheidende Starthilfe“ für die Digital Factory, mit der, vereinfacht gesagt, die Prozesse einer digital vernetzten und gesteuerten Wertschöpfungskette abgebildet und im Echtbetrieb getestet werden sollen. „Beim verstärkten Engagement der öffentlichen Hand auf dem Gebiet der Digitalisierung geht es darum, innovative Prozesse und Leistungen auf Spitzenniveau anzukurbeln“, ergänzt Tittler. VN-TW