Großeinsatz im Großwalsertal

Vorarlberg / 02.01.2020 • 22:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Jagdhütte in Vollbrand: Die Löscharbeiten erwiesen sich aufgrund der exponierten Lage als schwierig. d. mathis
Die Jagdhütte in Vollbrand: Die Löscharbeiten erwiesen sich aufgrund der exponierten Lage als schwierig. d. mathis

Brand einer Jagdhütte in Fontanella hielt mehrere Feuerwehren auf Trab.

Fontanella Es war ein Pistenraupenfahrer, der in der Nacht auf Donnerstag in Fontanella den Brand einer Jagdhütte bemerkte und sofort die Einsatzkräfte alarmierte.

Allerdings war die abgelegene Hütte, die auch als Ferienhaus benutzt wurde, für die Feuerwehren nur schwer zu erreichen. Der Einsatz gestaltete sich deshalb als äußerst schwierig. Das gesamte Material der Feuerwehr musste mit Pistengeräten zum Brandort gebracht werden, sagte Einsatzleiter Raphael Burtscher. Es musste zudem eine 600 Meter lange Löschleitung durch den Schnee auf den Berg verlegt werden. Die Feuerwehrleute benötigten dafür rund eine Stunde.

Das Wasser musste dann von der Wasserzubringerstelle auf dem Faschinajoch (1486 Meter Seehöhe) über mehrere Pumpstationen zum Brandobjekt hinaufgepumpt werden.

Komplett abgebrannt

Die Jagdhütte brannte komplett ab und ist nicht mehr bewohnbar. Positiver Aspekt: Personen wurden durch die Flammen nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehren konnten zudem ein Übergreifen der Flammen auf einen angrenzenden Lagerschuppen verhindern. Im Einsatz standen die Feuerwehren von Andelsbuch, Au, Blons, Damüls, Fontanella, Raggal, Sonntag und St. Gerold mit rund 100 Einsatzkräften, Rettung und Notarzt.

Hitzestau im Ofen

Als Brandursache wird ein Hitzestau im Bereich des Ofens vermutet. Hinweise auf Fremdverschulden liegen laut Polizei bisher nicht vor. Auch eine Brandauslösung durch einen Feuerwerkskörper kann aufgrund der exponierten Lage des Gebäudes ausgeschlossen werden.