Sicherheit trifft Schönheit

Vorarlberg / 02.01.2020 • 19:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
So wird die neue Rheinbrücke bei Hard-Fußach nach ihrer Fertigstellung aussehen. Baustart ist im Frühsommer. Habau Group, LAP
So wird die neue Rheinbrücke bei Hard-Fußach nach ihrer Fertigstellung aussehen. Baustart ist im Frühsommer. Habau Group, LAP

Die neue Rheinbrücke von Hard nach Fußach wird allen Ansprüchen gerecht.

Hard, Fußach Am 29. Juni dieses Jahres fällt der Startschuss zu einem besonderes Bauwerk. An diesem Tag wird mit der Errichtung einer neuen Brücke über den Rhein zwischen Hard und Fußach begonnen. Verkehrs- und sicherheitstechnisch wird damit im unteren Rheintal ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Teil von Rhesi

Die neue Rheinbrücke wird einerseits architektonisch ins Auge stechen und soll andererseits den modernsten Ansprüchen in allen Belangen gerecht werden. Das Bauwerk ist Teil des Hochwasserschutzprojektes „Rhein-Erholung-Sicherheit“ (Rhesi) und in diesem Zusammenhang eine der Maßnahmen zur Ausweitung der Abflusskapazität des Rheins. Gebaut wird das Objekt von einer ARGE bestehend aus der HABAU Hoch- und Tiefbau Gesmb.H, der MCE GmbH und dem Vorarlberger Unternehmen Wilhelm + Mayer Bau GmbH.

Auf der 24,37 Meter breiten und 255,6 Meter langen Brücke sind zwei Fahrstreifen, eine Busspur sowie ein drei und fünf Meter breiter Geh- und Radweg geplant. Auf der Fußacher Seite ist die Unterführung der Dorfstraße vorgesehen. Auf der Harder Seite wird die Museumsbahn „Rheinbähnle“ künftig ebenfalls unter der Brücke durchgeleitet. Zusätzlich werden Straßenbeleuchtung und Entwässerungsanlagen auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht. Nach der Verkehrsumlegung auf die neue Brücke hat die alte Brücke aus den 70er-Jahren ausgedient. Sie wird abgebrochen.

Angleichung der Rampen

Laut Auskunft der Errichter wird die Bauweise an ökonomische und sozioökologische Aspekte sowie an das beschlossene Entwicklungskonzept Alpenrhein der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein angepasst. Eine besondere Herausforderung wird wohl die Angleichung der Rampenbereiche in Fußach und Hard an die angehobenen Gefälle der Brücke. Die bestehende Rheinbrücke wird durch eine 255,6 Meter lange vierfeldrige Stahlverbundbrücke mit aufgelöster Seilkonstruktion ersetzt.

Die neue Brücke wird flussaufwärts der bestehenden Brücke gebaut. Dazu werden insgesamt drei Pfeiler im Rheinvorland außerhalb des Mittelgerinnes errichtet.

Die aktiven Bauphasen sind aufgrund der Besonderheiten des Hochwassergebiets in den Wintermonaten vorgesehen. Für den fließenden Verkehr sollte es keine Einschänkungen geben. VN-HK

Rheinbrücke Hard-Fußach

Länge 255,6 Meter

Breite 24,37 Meter

Konstruktion vier-fedrige Stahlverbundbrücke

Vorgesehene Bauzeit 29. Juni 2020 bis 21. August 2023

Kosten 44, 7 MillionenEuro