Fleisch und Fleisch hauchen Mundartklassiker Leben ein

Vorarlberg / 03.01.2020 • 11:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Fleisch-und-Fleisch-Duo lässt mit seinem neuen Musikvdieo aufhorchen.
Das Fleisch-und-Fleisch-Duo lässt mit seinem neuen Musikvdieo aufhorchen.

Die Vorarlberger Liedermacher produzierten zum Song „D’Ilse“ ein Musikvideo.

Tanja Schwendinger

Schwarzach Es ist schon beinahe zur Tradition geworden, dass das Vorarlberger Musikerduo Gerald (53) und Elgar Fleisch (51) seinen erfolgreichen Mundartliedern mit liebevoll illustrierten Musikvideos neues Leben einhaucht. Nach dem Song „Luschnou“, den sie im letzten Sommer mit einem Musikvideo einen neuen Anstrich verpasst haben, legen Fleisch und Fleisch nun nach. Für ihr neues musikalisches Projekt holten die Brüder den alten Mundartklassiker „D’Ilse“ aus dem Album Schmettaling (2003) aus der Schublade, um ein weiteres Musikvideo zu produzieren. Fans von Fleisch und Fleisch dürfte der eingängige Song nicht unbekannt sein, schließlich ist er aus dem Vorarlberger Radioprogramm nicht wegzudenken.

„Mitten aus dem Leben gegriffen“

Fleisch und Fleisch sind bekannt für ihre unverwechselbare Mischung aus humorvollen, nachdenklichen, romantischen und gesellschaftskritischen Liedern. Dass sie sich kein Blatt vor den Mund nehmen, wurde im Laufe ihrer Musikerkarriere gewissermaßen zu ihrem Markenzeichen. Der Song „D’Ilse“ sei einer, der mitten aus dem Leben gegriffen und zeitlos ist, erklärt Gerald Fleisch. „Deswegen haben wir uns diesen ausgesucht.“ Das Lied handelt von einem Ehepaar, dass nach vielen glücklichen gemeinsamen Jahren seinen ersten großen Streit erlebt: In Vorarlberger Mundart heißt es im Refrain. „I hob zu minara hüt Ilse gseit obwohl sie Helga hoaßt, des hot se net vertreit. Des hot a Donnrwettr gea und voller Wuat, hot sie mi fürchtig zämmaglo, jetzt brennt da Huat.“

D’Ilse von Fleisch und Fleisch.

Für die Illustration hat Spitalsdirektor Gerald Fleisch erneut die Stifte, beziehungsweise sein Ipad in die Hand genommen und sich kreativ ausgetobt. Die Feiertage habe er, wie er im VN-Gespräch sagt, zum „Mölala“ genutzt. „Obwohl ich bestimmt kein Profi im Zeichnen bin, macht es einfach großen Spaß, Lieder zu illustrieren, die man selbst geschrieben hat“, sagt Gerald Fleisch, der sich für seine Musikvideos mittlerweile einen unverkennbaren Stil angeeignet hat.

Unterhaltsam und mit einem Augenzwinkern kommt nicht nur der Song, sondern auch das dazugehörige Musikvideo daher. „Heutzutage wird auf der Welt viel dramatisiert. Das Ziel aller unserer Songs ist es, diesen Umstand mit einer ordentlichen Portion Humor und manchmal auch mit einer leisen Kritik zu kommentieren“, sagt Gerald Fleisch.

Neue Songs in Planung

Spätestens im nächsten Jahr wollen die Liedermacher wieder mit neuen Songs aufhorchen lassen, wie Gerald Fleisch betont: „Wir freuen uns sehr, dass unsere Musik bei den Vorarlbergern so gut ankommt. Deswegen bleiben wir natürlich immer dran.“