Neue Rheinbrücke Hard-Fußach spielt alle Stückeln

Vorarlberg / 03.01.2020 • 07:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
So wird die neue Rheinbrücke zwischen Fußach und Hard nach ihrer Fertigstellung in dreieinhalb Jahren aussehen.<span class="copyright"> HABAU</span>
So wird die neue Rheinbrücke zwischen Fußach und Hard nach ihrer Fertigstellung in dreieinhalb Jahren aussehen. HABAU

Ende Juni dieses Jahres wird mit dem Bau des knapp 45 Millionen Euro teuren Objekts begonnen.

Hard, Fußach Am 29. Juni dieses Jahres fällt der Startschuss zu einem besonderes Bauwerk. An diesem Tag wird mit der Errichtung einer neuen Brücke über den Rhein zwischen Hard und Fußach begonnen. Verkehrs-und sicherheitstechnisch wird damit im unteren Rheintal ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Teil von Rhesi

Die neue Rheinbrücke wird einerseits architektonisch ins Auge stechen und soll andererseits den modernsten Ansprüchen in allen Belangen gerecht werden. Das Bauwerk ist Teil des Hochwasserschutzprojekts Rhein-Erholung-Sicherheit (Rhesi) und in diesem Zusammenhang eine der Maßnahmen zur Ausweitung der Abflusskapazität des Rheins. Gebaut wird das Objekt von einer ARGE bestehend aus der HABAU Hoch- und Tiefbau Gesmb.H, der MCE GmbH und dem Vorarlberger Unternehmen Wilhelm+ Mayer Bau GmbH.

Auf der 24,37 Meter breiten und 255,6 Meter langen Brücke sind zwei Fahrstreifen, eine Busspur sowie ein drei und fünf Meter breiter Geh- und Radweg geplant. Auf der Fußacher Seite ist die Unterführung der Dorfstraße vorgesehen. Auf der Harder Seite wird die Museumsbahn Rheinbähnle künftig ebenfalls unter der Brücke durchgeleitet. Zusätzlich werden Straßenbeleuchtung und Entwässerungsanlagen auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht. Nach der Verkehrsumlegung auf die neue Brücke hat die alte Brücke aus den 70er-Jahren ausgedient. Sie wird abgebrochen.

Auch für Radfahrer und Fußgänger soll auf der neuen Brücke über den Rhein genug Platz sein. <span class="copyright"> HABAU</span>
Auch für Radfahrer und Fußgänger soll auf der neuen Brücke über den Rhein genug Platz sein. HABAU

Angleichung der Rampenbereiche

Laut Auskunft der Errichter wird die Bauweise an ökonomische und sozioökologische Aspekte sowie an das beschlossene Entwicklungskonzept Alpenrhein der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein angepasst. Eine besondere Herausforderung wird wohl die Angleichung der Rampenbereiche in Fußach und Hard an die angehobenen Gefälle der Brücke. Die bestehende Rheinbrücke wird durch eine 255,6 Meter lange vierfeldrige Stahlverbundbrücke mit aufgelöster Seilkonstruktion ersetzt.

Die neue Brücke wird flussaufwärts der bestehenden Brücke gebaut. Dazu werden insgesamt drei Pfeiler im Rheinvorland außerhalb des Mittelgerinnes errichtet.

Die aktiven Bauphasen sind aufgrund der Besonderheiten des Hochwassergebiets in den Wintermonaten vorgesehen. Für den fließenden Verkehr sollte es keine Einschänkungen geben.