Neos fordern Ende der Vignettenbefreiung

Vorarlberg / 07.01.2020 • 22:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Seit 15. Dezember ist die Strecke zwischen Hohenems und der Grenze nach Deutschland von der Vignettenpflicht befreit. VN/STIPLOVSEK

Nach Staumeldungen aus Hohenems und Lustenau pocht Abgeordneter Thür auf schnelles Ende.

Schwarzach Wenn in den Wohnzimmern des Landes die besinnliche Zeit einzieht, steht das Gegenteil bevor. Kaum ist das letzte Lied gesungen und das letzte Geschenk geöffnet, ruft für viele aus dem In- und Ausland die Piste. Heuer offenbar ganz besonders: Zumindest standen die Autos in Lustenau manchmal kilometerweit, beim Hohenemser Kreisverkehr ging zeitweise nichts mehr. Die Bürgermeister von Hohenems (Dieter Egger) und Lustenau (Kurt Fischer) taten ihrem Unmut online und in den VN kund. Nun melden sich auch die Neos zu Wort. Landtagsabgeordneter Gerfried Thür ist überzeugt: „Die Vignettenbefreiung macht keinen Sinn, Landeshauptmann Markus Wallner soll den Fehler korrigieren.“

Er zeige sich wenig verwundert über die Schilderungen der beiden Bürgermeister, betont Thür in einer Aussendung. „Dass der Landeshauptmann auf dem Rücken der Bürger auf Zeit spielt und eine langfristige Evaluierung durchführen möchte, während die Bevölkerung leidet, macht fassungslos“, ärgert er sich. Jetzt, da die Probleme der Mautbefreiung sichtbar würden, sei der Fehler zu korrigieren.

Wie berichtet, wollen die betroffenen Kommunen die Mautbefreiung vor dem Verfassungsgerichtshof beeinspruchen. Das Land verspricht indes, die Mautbefreiung zu untersuchen. Das soll in enger Absprache mit der Asfinag und dem Ministerium vonstattengehen, schließlich gehören die Autobahnzählstellen der Asfinag. Die nötigen Besprechungen hätten allerdings noch nicht gestartet, heißt es aus dem Büro von Verkehrslandesrat Marco Tittler.