Schollenschopf soll wieder erlebbar sein

Vorarlberg / 07.01.2020 • 17:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

87 Spundwände sollen künftig das Wasser im Moor halten.

Hohenems Seit 2018 ist die Planung zur Renaturierung des drei Hektar großen Spirkenhochmoores in vollem Gange. Zahlreiche Begehungen und Untersuchungen haben gezeigt, dass die durch das ganze Moor gezogenen Drainagegräben den Naturraum kontinuierlich austrocknen. „Am Randbereich sind schon deutlich negative Entwicklungen zu erkennen: dichterer Kronenschluss, Einwanderung von Fichten und in weiterer Folge das Verschwinden der hochmoortypischen Arten“, erklärt Umweltstadtrat Gerhard Stoppel. Nun ist ein Großteil der Renturierungsarbeiten fertiggestellt.  

An rund 13 Gräben wurden 87 Stauwände – das entspricht etwa 850 m2 Holz –eingebaut, um das Wasser im Moor zu halten. Eine ökologische Bauaufsicht hat den ganzen Prozess von der Planung bis zur Umsetzung betreut. Im Zuge der Renaturierungsarbeiten wurde auch ein frei zugänglicher Besuchersteg angelegt. Das eigentliche Schutzgebiet soll so für alle erlebbar werden, ohne es durch Tritte zu beschädigen. Auf dem Steg informieren Inforafeln über das sensible Projekt.  

„Die Umsetzung der Renaturierung war wirklich ein Erfolg. Die Zusammenarbeit zwischen der Umweltabteilung, der ökologischen Bauaufsicht, der Forstabteilung und dem ausführenden Baggerunternehmen hat sehr gut geklappt“, erklärt Bürgermeister Dieter Egger. Auch der Besuchersteg sei sehr gut gelungen.

Auch das Amt der Vorarlberger Landesregierung unterstützt die Stadt Hohenems aufgrund der Besonderheit des Projekts mit 50 Prozent der anfallenden Kosten. Ein künftiges Monitoring soll die Entwicklungen des Moores sichtbar machen und in einem jährlichen Bericht festgehalten werden. Unterstützt und auch teils finanziell getragen wird dieses Monitoring von der inatura in Dornbirn.

Ein Besuchersteg wurde angelegt, um das Moor begehbar zu machen und es wurden Spundwände eingebaut. Stadt
Ein Besuchersteg wurde angelegt, um das Moor begehbar zu machen und es wurden Spundwände eingebaut. Stadt