Weilers Finanzlage zeigt sich stabil

Vorarlberg / 08.01.2020 • 13:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In Weiler wird in diesem Jahr mit rund 7,4 Millionen Euro geplant. MÄSER

Gemeinde präsentierte Voranschlag von knapp 7,4 Millionen Euro.

Weiler Die Gemeinde Weiler präsentierte ihren Finanzierungshaushalt mit einer Gesamtsumme von 7.378.800 Euro. Damit liegt das Gemeindebudget um 265.900 Euro unter dem Haushalt des Vorjahres bzw. rund 1.418.000 Euro unter dem Abschluss des Jahres 2018.

Wichtige Investitionen

Die Investitionen bleiben aber ähnlich den Vorjahren. Die Wasserversorgung wird für 2020 mit über 330.000 Euro budgetiert, weiters steht der Ankauf eines neuen Feuerwehrfahrzeuges um 450.000 Euro an. Ergänzt werden diese großen Beträge durch die laufenden Ersatzbeschaffungen von Kleingeräten im Bauhof, in den Kindergärten usw. Neben diesen eigenen Investitionen leistet die Gemeinde im Rahmen der Umlagen an den Wasser-, Abwasser- und Altstoffsammelzentrumsverband weitere Zahlungen von rund 100.000 Euro. Dazu kommen die Betriebskosten mit noch einmal rund 200.000 Euro. Ein Novum in diesem Jahr sind die Beiträge für das neue Altstoffsammelzentrum; dazu ist auch ein Beitrag zur Renovierung der Kirchenaußenfassade eingeplant. Des Weiteren steigen auf der Ausgabenseite die Belastungen aus der Sozialhilfe und dem Gesundheitsfonds sowie die Schulumlagen durch die Modernisierung der Infrastruktur. Diese fremdbestimmten Ausgaben werden ergänzt durch eigene Schwerpunkte wie zum Beispiel die Fortführung des räumlichen Entwicklungskonzepts.

Nettoneuverschuldung

Aber auch einnahmenseitig sind fast durchwegs Steigerungen zu erwarten, vor allem durch eigene Steuereinnahmen aus der Kommunalsteuer, Ertragsanteile sowie Gebühren. Trotzdem ist für den laufenden Haushaltsplan eine weitere Darlehensaufnahme vorgesehen. Somit ergibt sich eine Nettoneuverschuldung in Höhe von über 656.000 Euro. Der gesamte Darlehensstand beläuft sich damit per Ende 2020 auf über 4,3 Millionen Euro.

Zunehmende Anspannung

„Die finanzielle Lage der Gemeinde laut dem vorliegenden Voranschlag ist erfreulicherweise ähnlich stabil wie im vergangenen Jahr. Allerdings zeigt die Finanzplanung für 2021 und danach bereits wieder eine zunehmende Anspannung auf“, so Bürgermeister Dietmar Summer. Es gelte daher weiterhin mit äußerster Sorgfalt die Projekte abzuwägen und die wirtschaftliche Entwicklung zu beobachten, insbesondere auch die Zinsentwicklung, da diese die Realisierung von Projekten weiter verteuern wird. MIMA