Wintersaison 2018/19: Zwölf Todesopfer abseits der Piste

Vorarlberg / 08.01.2020 • 22:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bergretter Reinhard (l.) und Hermann Kronberger demonstrieren Notfallausrüstung.
Bergretter Reinhard (l.) und Hermann Kronberger demonstrieren Notfallausrüstung.

Sicheres Vorarlberg und Alpinverein über Unfallzahlen und die Grenzen der Notfallausrüstung.

Schwarzach In der Wintersaison 2018/19 gab es in Vorarlberg zwölf Todesopfer im freien Skiraum zu beklagen. Acht der tödlich Verunglückten waren Variantenfahrer, sechs von ihnen starben unter einer Lawine. Bei elf von den zwölf Opfern handelte es sich um männliche Skisportler. Mario Amann, Geschäftsführer von „Sicheres Vorarlberg“, macht dennoch klar: „Obwohl jeder Lawinenunfall einer zu viel ist, dürfen wir nicht vergessen, dass es auch andere Gefahren bei Skitouren und beim Variantenfahren gibt. Besonders die Absturzgefahr im Gelände wird oft unterschätzt.“

Die Unfallzahlen sind alarmierend hoch. Auch wenn sie im langjährigen Rückblick rückläufig seien, erklären Amann und Sicherheitslandesrat Christian Gantner. Die Präventionsarbeit zeige Wirkung. Gantner weist auch auf die hervorragenden regionalen Sicherheitsstrukturen in Vorarlberg hin, in diesem Fall speziell auf die Bergrettung: „Vorarlberg verfügt über 31 Ortsstellen mit 1300 ehrenamtlichen Bergrettern.“

Vielfältige Kursangebote

Wolfgang Bartl, Landesalpinreferent des Alpenvereins Vorarlberg, setzt vor allem auf Prävention mit Kursen und die richtige Notfallausrüstung (siehe Grafik), aber: „Nur ins Sportgeschäft zu laufen und einen Notfallrucksack zu kaufen, ist zu wenig. Hier geht es um Eigenverantwortung. Ich empfehle, die Kursangebote des Alpenvereins, der Alpinschulen und von Sicheres Vorarlberg zu nutzen. Die meisten Wintersportler sind sehr gut ausgerüstet, doch im Notfall muss jeder Handgriff sitzen.“ VN-GS