Eltern wollen runden Tisch zu Kinderonkologie

Vorarlberg / 09.01.2020 • 18:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zum Gespräch mit den Vertreterinnen der Elterninitiative war auch der Vorgänger von Martina Rüscher, Christian Bernhard, eingeladen. VN/Paulitsch
Zum Gespräch mit den Vertreterinnen der Elterninitiative war auch der Vorgänger von Martina Rüscher, Christian Bernhard, eingeladen. VN/Paulitsch

Gespräch mit Landesrätin Martina Rüscher wird zwiespältig bewertet.

bregenz „Es war ein intensives Gespräch“, fasst Andrea Tschofen-Netzer den ersten Austausch mit Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher zusammen. Vertreterinnen der Elterinitiative „prokinderonkologie“ waren am späten Mittwochnachmittag ins Landhaus gekommen, um ihre Anliegen rund um die Versorgung krebskranker Kinder kundzutun. „Das Gespräch verlief gut, wir konnten alle Punkte, die uns wichtig sind, bereden. Landesrätin Rüscher zeigte sich offen für die Probleme. Was möglich ist, wird allerdings erst die Zukunft zeigen“, resümierte Tschofen-Netzer ob der vielen Baustellen, die es in diesem Bereich immer noch gibt, etwas zwiespältig. „Wir sind jetzt schon zwei Jahre daran, eine gute Lösung für unsere kranken Kinder zu finden“, begründet sie die leicht skeptische Einschätzung.

Lange Fahrten ersparen

Auf der Wunschliste der Elternini­tiative ganz oben steht, dass das Land das Angebot des Kinderspitals St. Gallen, alle Kinder mit Krebs aus Vorarlberg zu übernehmen, annimmt. „Damit könnten den kranken Kindern die langen Fahrten nach Innsbruck erspart werden“, sagt Andrea Tschofen-Netzer. Zudem wäre es mit diesem Arrangement möglich, die Expertise am Krankenhaus Dornbirn, wo ein Teil der Nachsorge erfolgt, zu erhalten, sagt die Elternsprecherin. Was dieses laut Tschofen-Netzer vordringlichste Anliegen betrifft, will die Gesundheitslandesrätin zuerst jedoch eine externe Evaluierung durchführen lassen. Eine solche hatte sie schon in einer Anfragebeantwortung an die FPÖ angekündigt. Als weiteren Wunsch deponierten die Elternvertreter jenen nach einem runden Tisch. „Bringen wir doch alle Beteiligten aus Innsbruck, Dornbirn und St. Gallen zusammen und reden über die Kinder. Sie müssen im Mittelpunkt der Überlegungen stehen“, zeigt Tschofen-Netzer auf. Im März gibt es ein Gespräch bei Rüscher. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass ein runder Tisch zustande kommt.

„Wir sind jetzt schon zwei Jahre dran, um eine gute Lösung für unsere Kinder zu finden.“