Coaching für Parteifreunde

Vorarlberg / 10.01.2020 • 19:18 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Martina Ess bringt sich nach ihrem Ausflug in die Politik als Kommunikationstrainerin in Stellung. VN/Steurer
Martina Ess bringt sich nach ihrem Ausflug in die Politik als Kommunikationstrainerin in Stellung. VN/Steurer

Präsenz zeigen Der offiziellen Parteipolitik hat die zweifache Mutter aus Satteins bereits im Oktober 2019 den Rücken gekehrt. Noch vor wenigen Monaten hatte sich Martina Ess (39, VP) in den Nationalratswahlkampf geworfen und war im Bundesrat mit Sitz und Stimme vertreten. Selbst Parteigrößen wie LH Markus Wallner (52, VP) durfte die wortgewandte Kommunikationsberaterin zu ihren Förderern zählen. Nach ihrem Abgang, der vor allem unter schwarzen Funktionären für einen Knalleffekt und zum Teil lange Gesichter gesorgt hatte, konzentriert sich Ess wieder auf ihr Büro und bietet sich als Moderatorin oder für Individualtrainings unter dem Motto

„Kommunizieren mit und vor Menschen“ an. Auch das Coachen von Parteifreunden zählt dazu, so versucht sie derzeit beispielsweise den neuen Frastanzer Bürgermeister Walter Gohm (53, VP) im Hinblick auf öffentliche Auftritte zu schulen, wie das Publikum richtig abgeholt und persönliche Präsenz gezeigt werden kann.

Alle gegen einen Der Job eines Gemeindechefs gilt als zeitraubend und vielfach alles andere als familienfreundlich. Dennoch braucht es Engagierte, die sich dafür ins Zeug werfen. Im Vorfeld von Gemeindewahlen werden in vielen Kommunen des Landes Spitzenkandidaten für Bürgermeister-Direktwahlen nominiert und müssen da und dort auch gesucht werden. In Hohenems scheinen sich alle im Rathaus vertretenen Fraktionen von Volkspartei mit Stadtrat Arno Gächter (50, VP), Emsige & Grüne mit Vizebürgermeister Bernhard Amann (66) sowie Sozialdemokraten mit Gerhard Unterkofler (50, SP) und die Bürgerbewegung mit Karl Klien (50) bei den Wahlen im März ein Ziel gesetzt zu haben: Sie wollen in ungewohnter Eintracht alle Hebel in Bewegung setzen, um eine absolute Mehrheit der Freiheitlichen unter Stadtchef Dieter Egger (50, FP) verhindern zu können. Egger, dessen Amtsführung vielfach als „professionell und umsichtig“ bezeichnet wird, dürfte in Sachen Direktwahl leichtes Spiel haben. Zumal Vizestadtchef Amann offenkundig mit dem Gedanken des Rückzugs aus der Politik spielt und die Schwarzen unter Gächter sich erst auf die Suche nach einem geeigneten Kandidaten gemacht haben sollen.

Alternativlos Gewählt wird zwar erst nach der Gemeindewahl am 15. März 2020. Dennoch steht es längst so gut wie fest: Dornbirns Stadtchefin Andrea Kaufmann (50, VP) dürfte nicht am Job des Gemeindeverbandspräsidenten vorbeikommen. Harald Köhlmeier (47, VP) hatte diese Funktion (wie in den VN berichtet) gemeinsam mit seinem Bürgermeisteramt in Hard an den Nagel gehängt. Kaufmann ist übrigens als GV-Vizepräsidentin bereits jetzt Verbandschefin.

„Ich bilde keine Koalition für den Rest der Welt, sondern für Österreich.“Sebastian Kurz zum Auslandsecho

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Man merkt, dass er eine relativ kleine, umso besser abgestimmte Gruppe sämtlicher Bücher im Regal hat. Insbesondere Machiavelli.“Werner Kogler über den Koalitionspartner

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„Wer sich im niederösterreichischen Bauernbund als Frau durchsetzt, der muss schon besondere politische Fähigkeiten haben.“Van der Bellen über Klaudia Tanner (ÖVP)

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