Das Schicksal der Christbäume

Vorarlberg / 10.01.2020 • 19:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nur weg damit: Nach den Feiertagen landen viele Christbäume auf der Straße.  
Nur weg damit: Nach den Feiertagen landen viele Christbäume auf der Straße.  

Was mit den weggeworfenen Gehölzen passiert.

Vorarlberg In Vorarl­berg werden jährlich zwischen 80.000 und 100.000 Christbäume verkauft. Ihre einzige Aufgabe ist es, Weihnachtsstimmung in den Wohnzimmern zu verbreiten. Knapp zwei Wochen nach dem Kauf haben die meisten von ihnen ausgedient. Vorläufige Endstation ist spätestens nach Dreikönig die Christbaumsammelstelle. Aber was geschieht eigentlich danach mit den Gehölzen?

Komposterde

„Die werden bei uns in der Grünschnittverwertung zusammengehäckselt und in weiterer Folge zu Komposterde verarbeitet“, berichtet der Bregenzer Bauhofchef Erich Knappitsch. Ähnlich funktioniert das in Bludenz. Auch hier werden die Christbäume von den Bauhofmitarbeitern eingesammelt und geschreddert. „Aus dem Material wird anschließend Kompost oder es geht in ein Heizwerk. Früher haben wir die Bäume an den Funken gegeben, aber das ist bei uns verboten geworden“, ergänzt Leiter Reinhard Burtscher. In zahlreichen anderen Gemeinden kümmern sich nach wie vor die Funkenzünfte um die ausgedienten Christbäume. 

Andere Verwendungszwecke

Ein schlechtes Beispiel in Sachen Verwertung lieferte in dieser Woche ein Landwirt aus Unterfranken. Der Mann verbrannte knapp 200 noch in Netze verpackte Tannen im Wald.

Der Vorarlberger Christbaumzüchter Martin Wohlgenannt hat andere Verwendungszwecke für seine nicht verkauften Gehölze. „Einmal gibt es Leute, die sie zum Verfuttern an Geißen, Pferde oder Wildtiere brauchen“, nennt er ein Beispiel. Nachgefragt seien sie auch von Gärtnern, die sie für Gestecke und Kränze verwenden und von Funkenzünften, die sie beim Funken verbrennen. „Eine gewisse Menge landet auch in den Heizkraftwerken, wo man Energie draus macht“, führt Martin Wohlgenannt aus. Vn-ger

„Es gibt Leute, die sie zum Verfüttern an Geißen, Pferde oder Wildtiere brauchen.“