Für E-Tankstellen sprudelt mehr Geld

Vorarlberg / 10.01.2020 • 19:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mehr E-Autos erfordern zwangsläufig mehr E-Zapfsäulen.vn/steurer
Mehr E-Autos erfordern zwangsläufig mehr E-Zapfsäulen.vn/steurer

Land fördert Installationen bei bestehenden Häusern.

bregenz Die E-Mobilität boomt. Auf Vorarlbergs Straßen sind schon mehr als 2000 E-Fahrzeuge unterwegs. Im laufenden Jahr wird nochmals mit einer deutlichen Steigerung der Zulassungszahlen gerechnet. „Das heißt, dass auch die zugehörige Ladeinfrastruktur entsprechend ausgebaut werden muss“, sagt Landesrat Johannes Rauch. Das Land fördert die Installation von Ladeinfrastruktur an bestehenden Mehrwohnungshäusern mit bis zu 700 Euro pro Stellplatz.

Im Neubau und bei bestehenden Einfamilienhäusern ist die Installation von E-Ladegeräten durchwegs mit überschaubarem Aufwand möglich. Bei bestehenden Mehrwohnungshäusern erfordert dies allerdings meist einen höheren technischen und organisatorischen Aufwand. Die dadurch entstehende finanzielle Mehrbelastung soll durch die Landesunterstützung abgefedert werden.

Förderkriterien

Förderbar sind Mehrwohnungshäuser, die über mindestens drei Hauptwohnsitze verfügen und vor dem Jahr 2017 errichtet wurden. Förderbare Maßnahme ist die Schaffung der Grundvoraussetzung zum Aufbau einer Ladeinfrastruktur für E-Autos. Konkret sind das die baulichen Anpassungen im Gebäude, wie Mauerdurchbrüche und Kabeltrassen sowie die zugehörigen Elektrikerarbeiten im Gebäude und, falls erforderlich, die Verstärkung der Hausanschlussleitung.

Die Förderung beträgt 300 Euro pro erschlossenem Stellplatz. Bei öffentlich zugänglichen oder Car-Sharing-Stellplätzen erhöht sich die Förderung auf 500 Euro pro Stellplatz. Bei einer notwendigen Verstärkung der Hausanschlussleitung gibt es zusätzliche Förderungen in Höhe von 200 Euro pro Stellplatz. Die Förderung ist mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten und maximal 10.000 Euro pro Mehrwohnungshaus begrenzt. Interessierte Eigentümer bzw. Mieter können sich an die zuständige Hausverwaltung wenden. Das Antragsformular und die Richtlinie ist auf der Landeshomepage abrufbar.

Um die Klima- und Energieziele im Verkehrsbereich sowie eine Verbesserung der Luftqualität zu erreichen, braucht es unter anderem einen Umstieg auf emissionsfreie Fahrzeuge. Das Rennen um die Antriebstechnologie scheint zumindest im Pkw-Bereich derzeit entschieden, wo sich batterieelektrische Fahrzeuge vermutlich in den nächsten zwei Jahrzehnten durchsetzen werden.