Familienskitag brachte Pistenspaß zum Schnäppchenpreis

Vorarlberg / 12.01.2020 • 14:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Cornelia Wachter und Sabine Schuh hatten mit ihren Kindern sichtlich Spaß. VN/LERCH

Erfolgreiche Aktion von Land und Seilbahnwirtschaft.

Brand Ganz wach wirkt Jana noch nicht, wie sie da, warm eingepackt und mit Helm bewehrt, in einer Ecke der Gondel kauert, die sie und ihre Eltern zur Bergstation der Palüdbahn in Brand bringt. Die Familie aus Klaus ist früh dran. Sie will den sonnigen Tag auf der Skipiste auskosten. Dass es die Tageskarten für alle diesmal um freundliche 25 Euro gibt, setzt der Wintergaudi noch die Krone auf. Land und Seilbahnwirtschaft haben auch heuer zum Familienskitag geladen, und wie Jürgen, Caroline und Jana Boll nutzten viele Familien am gestrigen Sonntag die Möglichkeit, zum Spartarif über die Pisten zu flitzen.

Schon früh viel los

Bei der Palüdbahn ist schon früh einiges los. Eine halbe Stunde nach Öffnung der Ticketschalter wurden schon 40 Familienpässe vorgelegt, die zum Bezug einer 25-Euro-Tageskarte berechtigten. Auch die Familie Boll ist zeitig vor Ort. Vater und Tochter haben die Ski dabei, Mama Caroline will es sich in der Sonne gemütlich machen. Den Familienskitag loben die Eltern als gute Einrichtung. Nach Brand sind sie mit ihrer fünfjährigen Tochter gekommen, weil es nah und sehr familienfreundlich ist, wie Jürgen Boll sagt, der selbst oft mit Kollegen hierher zum Skifahren kommt. Jana freut sich vor allem auf den Zauberteppich. Das Förderband ist auch gleich ihr erstes Ziel. Dort übt das Mädchen ein bisschen, dann geht es mit dem Papa auf die richtige Piste.

Inzwischen hat sich die Sonne an den Bergen vorbeigedrängt und taucht die gut präparierten Hänge in gleißendes Licht. Währenddessen spucken die Gondeln der Palüdbahn unentwegt Wintersportler aus. Cornelia Wachter und Sabine Schuh aus Bludenz sind mit vier Kindern unterwegs und nehmen zum ersten Mal die Vorteile des Familienskitags in Anspruch. „Wir haben erst im vergangenen Jahr wieder mit dem Skifahren angefangen“, erklärt Sabine Schuh. „Den Kindern zuliebe“, wie sie noch anmerkt. Ihre Kinder, Lisa, Lara und Simon, können es kaum erwarten, sich ins Getümmel zu stürzen. Auch Philipp, der Sohn von Cornelia Wachter, ist schnell startklar. „Die Aktion ist super“, befinden die Mütter. Ansonsten sei das Skifahren schon sehr teuer, zumal für eine größere Familie. An diesem Sonntag passt jedoch alles: Kartenpreis, Wetter und Schnee.

Erfolgreiche Initiative

Sabine und Stefan Ritter aus Lustenau verfügen über eine Saisonkarte, die Kinder Elea (8) und Lio (10) ebenso. Ihre Freunde Martin und Tanja Riedmann aus Höchst haben keine Saisonkarte, dafür aber einen Familienpass. Damit kommen sie mit Töchterchen Anna (7) und ihren Bekannten ebenfalls günstig zu einem tollen Skitag. „Gemeinsam macht es noch mehr Spaß“, sind sich die Familien einig. Das angenehme Wetter – in den vergangenen Jahren waren die Familienskitage diesbezüglich nicht eben begünstigt – und die trotz geringer Schneelage guten Pistenverhältnisse machten den Familienskitag auch in anderen Skigebieten zum Erfolg. Bei den Bergbahnen Sonnenkopf im Klostertal und bei den Bergbahnen Damüls beispielsweise hieß es unisono: „Der Familienskitag wurde sehr gut angenommen.“ Konkrete Zahlen konnten zwar noch nicht genannt werden, im Schnitt nehmen rund 1000 Familien das auf sie zugeschnittene Skiangebot wahr.

Caroline, Jana und Jürgen Boll gefiel es im Skigbiet Brand.
Caroline, Jana und Jürgen Boll gefiel es im Skigbiet Brand.
Hoch hinaus ging es für Familien am Familiensonntag nicht nur in Brand, sondern in allen Skigebieten.
Hoch hinaus ging es für Familien am Familiensonntag nicht nur in Brand, sondern in allen Skigebieten.
Die Familien Ritter (l.) und Riedmann kosteten die guten Verhältnisse so richtig aus.
Die Familien Ritter (l.) und Riedmann kosteten die guten Verhältnisse so richtig aus.