Navi führte Tourengeher in die Irre

Vorarlberg / 13.01.2020 • 22:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Deutsches Ehepaar mit Zielpunkt Lindauer Hütte geriet in gefährliches alpines Gebiet.

Schruns Der 53-jährige Deutsche und seine 42-jährige Ehegattin brachen am Samstagmorgen zur Skitour im Montafon auf. Das Paar plante, mit Tourenskiern von Latschau durch das Gauertal zur Lindauer Hütte aufzusteigen, um dort zu übernachten. Doch es kam anders.

Im falschen Glauben

Denn ihr Navigationsgerät leitete die Deutschen fälschlicherweise in die andere Richtung nach Grabs. Im Glauben, im Gauertal unterwegs zu sein und das Ziel, die Lindauer Hütte in etwa eineinhalb Stunden zu erreichen, stiegen sie auf dem Sommerweg über die Alpe Alpila zur Alpe Tobel auf und versuchten über den Bilkengrat zur Lindauer Hütte zu gelangen. Als das Ehepaar die geplante Gehzeit schließlich überschritten hatte, es sich zu seinem Schrecken plötzlich im absturzgefährdeten Gelände befand und es dunkel wurde, setzten die Deutschen um 18.40 Uhr einen Notruf ab. Rupert Pfefferkorn, Ortsstellenleiter der Bergrettung Schruns-Tschagguns, schilderte den VN den Rettungseinsatz der nächsten Stunden. „Die Suchaktion nach dem Ehepaar war für uns eine Mords-Baustelle“, bezeichnete er die Schwierigkeiten. So sei das verirrte Ehepaar zunächst nicht telefonisch erreichbar gewesen, weil das Telefon der Deutschen auf den Vibrationsmodus geschaltet war. „Sie sind zudem in ein sehr exponiertes und gefährliches Gelände geraten, das nicht einmal im Sommer begangen wird“, so der Ortsstellenleiter weiter. Immerhin sei das Ehepaar mit einer neuen Skitourenausrüstung gut ausgerüstet gewesen. Die zwölf Bergretter und ein Alpinpolizist konnten die Deutschen schließlich gegen 23.30 Uhr unverletzt auffinden. VN-GS

„Die Suchaktion nach dem Ehepaar war für uns eine Mords-Baustelle.“