Für 100 Euro mehr auf die Straße

Vorarlberg / 14.01.2020 • 18:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Rankweil Die Verhandlungen um eine Lohnerhöhung für die gut 7700 Beschäftigten in den privaten Sozialberufen sind ins Stocken geraten. Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) fordert 100 Euro mehr, die Arbeitgeber wollen allerdings nur 60 Euro zahlen. „Das sind 40 Euro zu wenig“, stellt GPA-Landesgeschäftsführer Bernhard Heinzle trocken fest. Begründet wird die Zurückhaltung von den Arbeitgebern damit, dass das Land, aus dessen Sozialfonds der Großteil der Gehälter bestritten wird, nicht mehr Geld bereitstellen will. Der Gewerkschaft greift dieses Argument zu kurz. Mit einer Kundgebung heute, Mittwoch, um 16.30 Uhr auf dem Marktplatz in Rankweil soll ein Zeichen gesetzt werden. „Wertschätzung allein reicht nicht. Soziale Arbeit muss auch finanziell mehr wert sein“, sagt Bernhard Heinzle, der rund 1000 Teilnehmer zur Kundgebung erwartet.

Drei ergebnislose Runden

Am 1. Februar 2020 sollte der neue Kollektivvertrag in Kraft treten. Bislang sind drei Verhandlungsrunden ergebnislos verlaufen. Laut Heinzle ist die Einsicht bei den Arbeitgebern durchaus da, was vorrangig dem erdrückenden Personalmangel in der Pflege und Kinderbetreuung geschuldet sei. Trotzdem wollen sie ohne Landesunterstützung keine monetären Zugeständnisse in der von der Gewerkschaft geforderten Höhe machen. Die im Kollektivvertrag vereinbarten Bruttolöhne bewegen sich zwischen 1700 und 4600 Euro. Das Durchschnittsgehalt liegt derzeit bei 2200 Euro brutto. VN-MM