Rankler Kreuz wird durch Neubauten ersetzt

Vorarlberg / 14.01.2020 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Gasthaus Kreuz in Rankweil steht vor einem Neuaufbau.

Zwei Gebäude entstehen am Standort des Traditionsgasthauses. Eines wird sich optisch am alten Kreuz orientieren.

Gernot Schweigkofler

Rankweil Im September 2013 hat das Traditionsgasthaus Kreuz am Fuß des Liebfrauenbergs seine Pforten geschlossen. Seither steht das Gebäude ungenutzt da und der Zahn der Zeit hat bereits sichtbare Spuren hinterlassen. Dabei ist es eine Bestlage, direkt bei der Auffahrt zur Basilika, an der das Gebäude steht. Im Sommer 2014 wurde das Kreuz von einem Investor gekauft, der große Pläne für das Haus präsentierte. 2016 wurde auch ein Pächter für ein neues Kreuz vorgestellt. Letztlich erwiesen sich die Baupläne aber als Luftschlösser, unterschiedliche Projekte wurden zwar vorgestellt, aber nicht umgesetzt. Das Kreuz verfiel weiter.

Im April 2019 dann eine Wende. Susanne Dieterle übernahm 90 Prozent der GmbH, die das Kreuz besitzt. Rasch präsentierte sie ein neues Konzept und nahm die Verhandlungen mit der Marktgemeinde Rankweil auf. Das Problem war nämlich, dass die Pläne Dieterles einen Abriss und dann eine Neuerrichtung des Gebäudes vorsahen, während im Teilbebauungsplan vorgesehen war, den Bestand zu erhalten. Ein inzwischen erstelltes Gutachten zeigte auf, dass die Erhaltung der Bausubstanz statische Probleme mit sich bringen würde. Deshalb entschied der Ortsentwicklungsausschuss nach mehreren Adaptierungen der Pläne, diesen zuzustimmen. Aktuell prüft Architekt Helmut Kuess, er hat den Teilbebauungsplan erstellt, das Ansuchen auf Abweichung von diesem. Im Rathaus Rankweil geht man von einer positiven Beurteilung aus.

Pläne werden eingereicht

Damit dürfte jetzt der Durchbruch erzielt worden sein. Susanne Dieterle bestätigt, dass nun die Baueingabe bei der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch und der Baurechtsverwaltung Vorderland erfolgen wird. Das Kreuz soll komplett neu aufgebaut und in zwei Gebäude geteilt werden. In einem Gebäude, das sich optisch sehr stark am alten Gebäude orientiert, werden ein gehobenes Restaurant sowie ein getrennt geführter Gewölbekeller mit Bar, ein Tagescafé und zwanzig Vertreterwohnungen entstehen. „Wichtig ist mir, dass es dort auch wieder einen Stammtisch geben wird“, erklärt Dieterle. Auch einen Gastgarten gibt es dann wieder. Dahinter entsteht ein zweiter, eine Etage niedrigerer Baukörper mit elf Wohnungen. Auch eine Tiefgarage wird geschaffen. Noch sind die Behörden am Wort, geplant ist ein Abriss im April oder Mai. Das neue Kreuz soll rund zwei Jahre später fertiggestellt sein.

Vonseiten der Gemeinde Rankweil betont man, sicherstellen zu wollen, dass das Projekt auch realisiert und das alte Gasthaus Kreuz nicht umsonst abgerissen wird. Deshalb strebt man an, einen Bausicherungsvertrag mit Bauherrin Dieterle zu schließen, womit diese auch einverstanden ist. „Ich will ja auch endlich bauen“, betont sie. VN-GMS, TK