Vorarlberger Gemeindehaus neu strukturiert

Vorarlberg / 14.01.2020 • 16:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
VORARLBERGER GEMEINDEVERBAND

Seit diesem Jahr sind Gemeindeverband, Umweltverband und Gemeindeinformatik organisatorisch unter einem Dach vereint.

Dornbirn „Der Vorarlberger Gemeindeverband wird jetzt noch effizienter und schlagkräftiger“, freut sich die Vizepräsidentin des Vorarlberger Gemeindeverbands, Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. „Mit einer gemeinsamen strategischen Ausrichtung können wir die Interessen der 96 Vorarlberger Gemeinden künftig noch besser vertreten“.

Mitglieder bzw. Eigentümer der drei Institutionen sind alle Vorarlberger Gemeinden. Bereits seit 1998 sind Gemeindeverband, Umweltverband und Gemeindeinformatik gemeinsam im Gemeindehaus in der Marktstraße 51 in Dornbirn angesiedelt. „Die Idee, diese drei Organisationen zur effizienteren Unterstützung der Gemeinden organisatorisch zusammenzuführen, war also naheliegend“, fasst Umweltverbandsobmann Bürgermeister Rainer Siegele, zusammen.

Auch der Aufsichtsratsvorsitzende der Gemeindeinformatik, Bürgermeister Kurt Fischer, kann der Zusammenführung, die seit Jahren vorbereitet wurde, nur Positives abgewinnen: „Wir starten voller Energie unter einem gemeinsamen Dach. Eine enge Zusammenarbeit macht gerade im Hinblick auf die steigenden Herausforderungen der Gemeinden Sinn.“

Erweitertes Präsidium lenkt operativ

Als operatives Gremium zeichnet seit Jahresbeginn das „Erweiterte Präsidium“ für die gebündelte Interessensvertretung verantwortlich. Diesem gehören neben dem Präsidium des Vorarlberger Gemeindeverbands auch der Umweltverbandsobmann und der Aufsichtsratsvorsitzende der Gemeindeinformatik an.

Auf Verwaltungsebene lenkt ein Geschäftsführer die Geschicke des gesamten Gemeindehauses. Seit 1. Jänner übt diese Funktion der bisherige Geschäftsführer des Vorarlberger Gemeindeverbands, Otmar Müller, aus. Er wird dabei von einem dreiköpfigen Führungsteam unterstützt. Anlaufstelle für die Gemeinden ist künftig ein gemeinsames Sekretariat.

Auch strategisch hat sich das Gemeindehaus in eine gemeinsame Richtung entwickelt. Nach wie vor werden Bereiche wie Abgabenprüfung, nachhaltige Beschaffung oder Unterstützung im Vergabewesen zentral vom Gemeindehaus aus erledigt. Künftig sollen aber verstärkt auch regionale Koordinationsstellen für verschiedene Aufgaben – etwa im IT-Bereich – geschaffen werden, denen der Gemeindeverband beratend zur Seite steht. Bereits für die Umsetzung der Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung (VRV) 2015 wurden in den Regionen „Key-User“ geschult, die als Ansprechpartner für die Gemeinden vor Ort fungieren.