Röthner werden nach 25 Jahren wieder vor die Wahl gestellt

Vorarlberg / 15.01.2020 • 13:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In Röthis wird bei den Gemeinderatswahlen im März erstmals seit Langem neben der „Gemeindeliste Röthis“ eine zweite Liste antreten. MÄSER

Gemeindemandatare gründen neue Liste. „Wir in Röthis“ tritt neben Bürgermeistersliste zur Gemeinderatswahl an.

Röthis Seit Langem haben die Bürger in Röthis bei einer Gemeinderatswahl auch tatsächlich wieder die Wahl – nämlich die Wahl zwischen zwei Listen. Neben der „Gemeindeliste Röthis“ von Bürgermeister Roman Kopf wird am 15. März auch die Liste „Wir in Röthis“ auf dem Wahlzettel stehen.

Bürger zur Mitarbeit aufgerufen

In den letzten 25 Jahren gab es in der Gemeinde Röthis, wie in vielen anderen kleineren Gemeinden auch, eine Einheitsliste. Dabei wurden jeweils alle Bürger zur Mitarbeit aufgerufen und gemeinsam wurde eine Liste erstellt, welche die Bevölkerung repräsentierte. Personen aus unterschiedlichen Ortsteilen, Jüngere und Ältere, Frauen und Männer, unterschiedliche Berufe – alle konnten sich und ihre Sichtweisen einbringen. „Natürlich gab es dabei unterschiedliche Meinungen, aber keinen Klubzwang. Die Entscheidungen sind offen, transparent und nachvollziehbar“, sieht Bürgermeister Kopf die Vorteile der Einheitsliste darin, dass es kein parteipolitisches Hickhack gibt.

Diskussionsveranstaltungen

In den letzten Wochen und Monaten hat sich nun aber um die Gemeindemandatare Gudrun Sturn, Thomas Krobath, Heinz Werner Blum und Eckart Kern die Liste „Wir in Röthis“ formiert. Bei einer ersten Infoveranstaltung am vergangenen Wochenende informierten die Listengründer über ihre Vorhaben und luden zur Mitarbeit ein. „Um weiterhin eine tolle Wohngemeinde zu bleiben, braucht es eine mutigere Politik“, meint dazu Sturn, und betont weiter, dass es besonders wichtig sei, dass offener und transparenter diskutiert und gehandelt werde.

Dies kann Gemeindechef Kopf so nicht stehen lassen: „ Die Gemeindeliste Röthis ist stets daran interessiert, die Sichtweise der Bevölkerung zu kennen“, so Kopf, der außerdem darauf verweist, dass es in der zu Ende gehenden Gemeindevertretungsperiode zahlreiche öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltungen gegeben hat. MIMA