Auftakt für neue A14-Anschlussstelle

Vorarlberg / 16.01.2020 • 18:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Voarbeiten sind angelaufen. STD
Voarbeiten sind angelaufen. STD

Start der Vorarbeiten für Rheintal-Mitte in Dornbirn.

Dornbirn Das seltene Insekt mit dem lateinischen Zungenbrechernamen Coenagrion Mercuriale war es am Schluss, welches einem Baustart für den seit Langem geplanten neuen Autobahnanschluss Rheintal-Mitte in Dornbirn gleichsam im Weg war. Inzwischen ist aber auch für das Überleben der Kleinlibellenart im Riedgebiet eine Lösung gefunden worden.

„Wir haben den Landgraben im weiteren Umfeld auf einer Länge von 700 Metern ökologisch aufgeweitet, um für die Population der Helm-Azurjungfern einen neuen Lebensraum zu sichern“, bekräftigt Dipl. Ing. Martin Kirchmair, Asfinag-Projektleiter für das Großbauvorhaben an der Schweizerstraße zwischen den A 14-Anschlussstellen Hohenems und Dornbirn-Süd. Nachsatz: „Nun hoffen wir, dass die Insekten ihren vorbereiteten neuen Lebensraum auch alsbald finden.“ Über zehn Jahre hat es nach dem damaligen Grundsatzbeschluss für die genannte Südumfahrung gedauert, bis der neue Vollanschluss nun tatsächlich in Angriff genommen wird. Die Gesamtinvestitionskosten, die zwischen Land, Stadt und Asfinag aufgeteilt werden, belaufen sich mittlerweile auf mehr als 35 Millionen Euro. In den vergangenen Tagen sind nun die ersten Bagger und Lkw aufgefahren, um mit den vorbereitenden Bauarbeiten zur Errichtung der Anschlussstelle Rheintal-Mitte zu beginnen.

Nach und nach wird in den kommenden Wochen das bislang auf der neuen Bleichestraße aufgebrachte Grundmaterial zur geplanten Lastenstraße zwischen dem neuen Autobahnanschluss und dem Messeareal transportiert. „Im Verlauf des Jahres wird an den Rampen der neuen Autobahnanbindung die Vorlastschüttung in Form eines Dammes in mehreren Lagen durchgeführt, um den setzungsempfindlichen Untergrund zu stabilisieren“, erklärt Martin Kirchmair. Die Bauarbeiten gehen einher mit andauernden Messungen, um die eintretenden Setzungen zu kontrollieren.

Die eigentliche Anlage des neuen A 14-Anschlusses sowie der Lastenstraße und der Ausbau der Bleichestraße werden dann, so der Untergrund entsprechend stabil ist, im Jahr 2021 erfolgen. „Anfang 2022 sollte dann der neue Autobahnanschluss Rheintal-Mitte für den Verkehr freigegeben werden können“, stellt der Asfinag-Projektleiter in Aussicht. Das Gesamtstraßenbauprojekt ist eines der wichtigsten Infrastrukturvorhaben in Vorarlberg, das die Anrainer in der Region Dornbirn und Hohenems und auch Lustenau massiv entlasten soll. Durch die Gewerbegebiete Wallenmahd, Bobletten und Klien ist derzeit noch ein enormes Aufkommen an Schwerlastverkehr festzustellen. Durch die neuen Verkehrswege sollen die Ortsgebiete und somit das niederrangige Straßennetz um mindestens 600 Lkw-Fahrten täglich entlastet werden. VN-HGP