Dädalus 20: Eurofighter über Vorarlberg

Vorarlberg / 16.01.2020 • 16:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lärmender Donner am blauen Himmel: Zwei Eurofighter „Typhoon“ sind auf Patrouillenflügen über dem Flugbeschränkungsgebiet unterwegs. VN/HARTINGER

Nächste Woche sichert das Bundesheer anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos einmal mehr den Luftraum.

Schwarzach Vom 20. bis 25. Jänner 2020 sorgen österreichweit mehr als 1000 Soldaten, 20 Luftfahrzeuge (zehn Flächenflugzeuge und zehn Hubschrauber) für die Sicherheit der Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos und schützen die örtliche Bevölkerung vor Gefahren aus der Luft. Auch das Militärkommando Vorarlberg trägt seinen Teil dazu bei. 400 Bundesheersoldaten überwachen am Boden mehrere Radarstationen, die über das ganze Land verteilt sind. Name der Operation: „Dädalus 20“.

„Was die Polizei am Boden macht, machen wir in der Luft“, bringt es Brigadier Wolfgang Prieler, Leiter des Fachstabs Luft des Kommandos Streitkräfte im österreichischen Bundesheer, auf den Punkt. „In den sechs Einsatztagen ist in einem Radius von 45 Kilometern nämlich nur autorisierter Flugverkehr erlaubt“, strich er am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Tirol hervor, in deren Rahmen auch zwei Eurofighter dreimal den Innsbrucker Flughafen überflogen.  Auch wenn das Risiko eines terroristischen Anschlags auf österreichisches Staatsgebiet mit unmittelbarem Bezug auf das WEF insgesamt als gering beurteilt wird. „Zumindest liegen insgesamt keine konkreten Hinweise auf mögliche Terroranschläge aus der Luft vor“, versichern die Militärs.

„Zwangslandungen“

Möglich seien aber ereignisbezogene Verletzungen des Luftraumbeschränkungsgebiets in Teilen von Vorarlberg und Tirol durch unachtsame Luftraumnutzer oder Aktivisten, sagt der Tiroler Militärkommandant Generalmajor Herbert Bauer.  

Auch Black-Hawk-Hubschrauber stehen für unterstützende Aufgaben zur Verfügung.
Auch Black-Hawk-Hubschrauber stehen für unterstützende Aufgaben zur Verfügung.

Bei Luftraumverletzungen nehme man bei der Luftraumsicherungsoperation zuerst Kontakt mit den jeweiligen Akteuren auf und zwinge diese notfalls zur Landung. Der Schwerpunkt liege diesbezüglich zwar auf dem Raum Vorarlberg und Tirol und besagtem Radius, man habe aber das gesamte österreichische Staatsgebiet im Blick. Die vier eingesetzten Eurofighter sind für Luftpatrouillen zuständig.

Radar am Boden

Am Boden setzt das Bundesheer darüber hinaus auf zusätzliche Radarstationen in Vorarlberg und Tirol. „Wir müssen schließlich genau wissen, was im Luftraum passiert“, erklärte der Leiter des Fachstabs. In der Einsatzzentrale werden die Radardaten ständig analysiert und bewertet.