Der Winter sagt nur kurz Hallo

Vorarlberg / 17.01.2020 • 18:16 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Wintervergnügen pur für Christina: Endlich steht uns die weiße Pracht ins Haus.vn/steurer
Wintervergnügen pur für Christina: Endlich steht uns die weiße Pracht ins Haus.vn/steurer

Aktueller Temperatursturz mit Schneefall. Schon ab Montag wird es wieder sonnig und mild.

Dornbirn Tag für Tag lacht die Sonne vom Himmel, nur der Nebel spielt im Rheintal gelegentlich den Spielverderber: So sieht das Wetter bei uns seit Wochen aus. Die Wintersportorte lechzen nach Schnee, in mittleren und tiefer gelegenen Lagen war Skifahren, Snowboarden oder Rodeln ohne Schneekanonen bisher praktisch kein Thema.

Temperatursturz

Für zwei Tage soll das nun anders werden. „Es kommt Bewegung in die Luftmassen, die Inversionswetterlage wird unterbrochen“, verkündet Meteorologin Susanne Lentner von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Innsbruck. Was konkret bedeutet: „Wir werden einen Temperatursturz von bis zu zehn Grad erleben und in den Bergen in Vorarlberg ist flächendeckend mit zehn bis 20 Zentimetern Neuschnee zu rechnen.“ Wo es wie viel schneit, traut sich die Expertin nicht zu sagen. „Es ist eine Front, die durchzieht und sich am Montag schon wieder verflüchtigt.“

Schneien wird es vor allem am Samstag. Am Sonntag lässt der Schneefall nach, dafür gehen die Temperaturen weiter zurück. Bis zu elf Grad minus kann es auf 2000 Metern haben, im Tal springt die Quecksilbersäule nur knapp über die Null-Grad-Marke. Mit der Winterherrlichkeit wird es dann aber bereits im Laufe des Montags vorbei sein. Und danach haben wir die ganze Woche wieder das, was wir schon in den vergangenen Wochen hatten: viel Sonne und wenig Kälte. Mit Mann und Material Gewehr bei Fuß steht man ob des aktuellen Wetterberichts am Bödele. „Insgesamt 30 Helfer warten am Lank und beim Hochälpele auf die Verarbeitung von Frau Holles Gaben – sollten diese in notwendigem Ausmaß auf die Erde herniedergehen. „Es wird zwischen 15 und 20 Zentimeter für einen Skibetrieb brauchen. Am Lank weniger als am Hochälpele“, berichtet Walter Bär, Betriebsleiter der Dornbirner Skilifte und in dieser Funktion für den Lank zuständig. Der Lank wäre eigentlich zum Skifahren schon bereit. Das Problem: „Beim Zubringerlift Oberlose liegt kein Schnee. Den würden wir für einen Betrieb beim Lank jedoch brauchen“, erklärt Bär.

Noch nie erlebt

Immer wieder in Diskussion steht am Bödele auch eine Beschneiungsanlage. „Das Thema gibt es bei uns schon viele Jahre. Unser Problem am Bödele ist, dass es in einem Quellschutzgebiet liegt. Wir können nicht so einfach einen Speicherteich anlegen. Auch gibt es unter den Gesellschaftern dazu unterschiedliche Meinungen.“ Bär räumt ein, dass dem Bödele im bisherigen Winter selbst eine Beschneiungsanlage wenig geholfen hätte. „Wir hätten vielleicht zwei Tage beschneien können. Das wäre zu wenig gewesen.“

Dass man die ganzen Weihnachtsfeiertage hindurch kein einziges Mal Ski fahren konnte, hat Bär in seiner 23-jährigen Dienstzeit als Betriebsleiter der Dornbirner Skilifte noch nicht erlebt. VN-HK

Der Lanklift am Bödle stünde mit einer dünnen Schneedecke bereit. Aber der Zubringerlift Oberlose ist schneelos. Daher gibt‘s am Lank derzeit keinen Betrieb. VN/Steurer
Der Lanklift am Bödle stünde mit einer dünnen Schneedecke bereit. Aber der Zubringerlift Oberlose ist schneelos. Daher gibt‘s am Lank derzeit keinen Betrieb. VN/Steurer