Feuerwehr 2019: Von geretteten Kätzchen bis zum Inferno

Vorarlberg / 18.01.2020 • 08:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Es kam zu mehreren Großeinsätzen, etwa beim Brand eines Sägewerks in Kennelbach oder bei einer Landwirtschaft in Dornbirn Hohlen (oben). VLACH

Brände, Unfälle und das Sturmtief Eberhard hielten 2019 Vorarlbergs Feuerwehren auf Trab.

Schwarzach Manche Menschen sind einfach böswillig. So erlaubten sich im vergangenen Jahr 18 Unbekannte einen „Scherz“ mit einem unsinnigen Notruf. Ansonsten aber hat Landesfeuerwehrinspektor Hubert Vetter viel Lob für die Mithilfe der Bevölkerung parat: „Eine rasche Feuerwehralarmierung und Zivilcourage sind ganz entscheidend für den Einsatzerfolg.“

So war es auch 2019. Für Großalarmierungen sorgten etwa Anfang November ein Flammeninferno in Gantschier, dem ein landwirtschaftliches Anwesen zum Opfer fiel oder, ebenfalls im November, die Vernichtung einer Lagerhalle in Rankweil. Nur noch Schutt und Asche blieben im März in Schruns von einer Heulagerhalle und einem Stadel in Satteins. Ebenfalls im November stand bei einem Großbrand in Kennelbach ein Sägewerk in Flammen.

Im Oktober erfasste eine Lenkerin mit ihrem Pkw auf der Rheintalautobahn zwei Wildschweine.<span class="copyright"> Mathis</span>
Im Oktober erfasste eine Lenkerin mit ihrem Pkw auf der Rheintalautobahn zwei Wildschweine. Mathis

Doch nicht nur Brände riefen die Feuerwehren auf den Plan. Für zahllose umgestürzte Bäume und verlegte Straßen sorgte im März das Sturmtief Eberhard. Zu einem außergewöhnlichen Unfall kam es im Oktober auf der Rheintalautobahn bei Klaus, als zwei Wildschweine die Fahrbahn querten und von einem Pkw erfasst wurden.

Einer der Höhepunkte war die große Feuerwehrübung "Zug 19" im September in Lauterach. <span class="copyright">Vn/Steurer</span>
Einer der Höhepunkte war die große Feuerwehrübung "Zug 19" im September in Lauterach. Vn/Steurer

Bei mehreren Einsätzen bewiesen die Florianijünger ausgeprägte Tierliebe. Beispielsweise in Meiningen, wo die örtliche Feuerwehr drei Kätzchen aus einem Lichtschacht befreite.

Rückgang der Einsätze

Zu einem Höhepunkt für die Vorarlberger Feuerwehren wurde Mitte September die Großeinsatzübung „Zug 19“ in Lauterach, bei der die Blaulichtorganisationen den Einsatz nach einer Zugkollision probten. Gegenüber dem Jahr 2018 zeigte die Bilanz im Vorjahr einen Rückgang der Einsätze um knapp zehn Prozent. Ebenfalls erfreulich: Im Berichtsjahr waren bei Brandeinsätzen keine Todesopfer zu beklagen.

einsatzbilanz 2019

4445 Feuerwehreinsätze

13 freiwillige Feuerwehrleute im Durchschnitt pro Einsatz

1 ¼ Stunden dauerte im Schnitt ein Feuerwehreinsatz

12 Mal pro Tag im Jahr 2019 Alarm für die freiwilligen Feuerwehren

Minus 13 Prozent bei den Brandeinsätzen

Minus 11 Prozent bei den technischen Einsätzen

Rund drei Millionen Euro freiwillige Einsatzdienstleistung