Mitten in Bludenz angekommen

Vorarlberg / 19.01.2020 • 17:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Bewohner fühlen sich in den neuen Wohnräumen sichtlich wohl. Caritas
Die Bewohner fühlen sich in den neuen Wohnräumen sichtlich wohl. Caritas

Caritas Wohngemeinschaft zog um.

Bludenz In der Kapuzinerstraße mitten in Bludenz hat die Caritas eine neue Wohngemeinschaft für Menschen mit Beeinträchtigung bezogen. Ein Besuch im Haus zeigt, dass die Bewohner angekommen sind und sich im neuen Haus sehr wohl fühlen. Stolz führt Edith durch ihr neues Klein-Appartement. „Ich mag es, wenn ich nach der Arbeit in der Werkstätte ein bisschen Ruhe habe. Deshalb kann ich auch in meinem eigenen Zimmer essen. Wenn ich Lust habe, kann ich trotzdem zu den anderen gehen.“ Ganz allein möchte sie hingegen nicht wohnen. Ihr neues Umfeld genießt auch Elisabeth: „Es ist eine sehr schöne Wohnung. Ich konnte vieles in meinem Zimmer selbst gestalten.“ Für die beiden ist jedenfalls fix: „Wir möchten hier immer wohnen bleiben.“

„Die Wohngemeinschaften in Nenzing und Thüringen sind in die Jahre gekommen, umfangreiche bauliche Maßnahmen wären notwendig gewesen“, erklärt Caritas-Fachbereichsleiter Peter Klinger. „Durch eine äußerst positive Jury-Bewertung dieses Projekts wurden die Baukosten fast zur Gänze von der europäischen Union sowie dem Sozialfond des Landes und den Gemeinden finanziert. Damit kommt es zu einer Bündelung der beiden Wohngemeinschaften und zu einer Reduzierung der vollbetreuten Wohnform“, ergänz Klinger. Insgesamt steht Wohnraum für zehn Bewohner zur Verfügung. Zudem gibt es drei Zimmer als Entlastungsangebot.

Für Stellenleiterin Brigitte Scheidbach und ihr Team war die Übersiedelung eine große Herausforderung, die gemeinsam aber sehr gut gemeistert wurde. „Solche Übergänge sind für die Menschen mit Beeinträchtigung oft sehr schwierig und erfordern viel Feingefühl von allen Beteiligten“, zeigt sie auf, dass die Bewohner von Anfang an mit einbezogen wurden. „Das neue Haus ist komplett barrierefrei, was große Vorteile mit sich bringt.“