Fruchtsafthersteller Rauch soll mehr Kanalgebühren zahlen

Vorarlberg / 21.01.2020 • 09:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Abwasser von Fruchtsafthersteller Rauch verursache für die Marktgemeinde Rankweil jährlich über 200.000 Euro Mehrkosten, kritisieren Rankweils Grüne. Mit einer neuen Berechnungsmethode soll das geändert werden. VN-ARCHIV

Laut Grünem Forum Rankweil verursacht Firma Rauch jährlich über 200.000 Euro Mehrkosten für Marktgemeinde Rankweil. Das soll abgestellt werden.

Gernot Schweigkofler

Rankweil „Großverschmutzer sollen mehr Kanalgebühren bezahlen“, unter diesem Titel informierte das Grüne Forum über zwei beschlossene Anträge der Fraktion in der Rankweiler Gemeindevertretung. Mit „Großverschmutzer“ ist dabei ausdrücklich „Kostenverursacher Rauch“ gemeint. Beim Fruchtsafthersteller werde nämlich im Vergleich zu gewöhnlichen Haushalten die achtfache Menge Schmutzfracht je Kubikmeter Abwasser produziert. Das resultiere in jährlichen Mehrkosten von deutlich über 200.000 Euro für die Marktgemeinde bei der Abwasserbeseitigungsanlage (ARA) in Meiningen. „Das ist seit Jahren bekannt“, erklärt der grüne Gemeinderat Christof Metzler, man habe aber nie etwas getan. „Rauch hat sogar noch einen Rabatt erhalten.“ Die Grünen brachten einen Antrag zu evaluieren, wie man zukünftig nach dem Verbraucherprinzip abrechnen könnte, einstimmig durch. „Bis Ende März soll ein Statusbericht über Großeinleiter, Mengen und Schmutzfrachten vorliegen und den Gremien vorgelegt werden“ heißt es im Beschluss. Das Grüne Forum hofft, dass dann bereits ab „1. Jänner 2021 ein auf Mengen und zusätzlich neu Schmutzfrachten bei Großeinleitern ab 20.000 Kubikmetern pro Jahr abstellendes und verursachergerechtes Gebührensysten“ eingeführt wird.

Auch ein zweiter grüner Antrag wurde einstimmig angenommen: Der Mittelfristplan der Gemeinde wird zukünftig von der Gemeindevertretung diskutiert und beschlossen. Das Budget 2020 zeige, dass langfristiges Planen trotz derzeit guter finanzieller Situation notwendig sei.