Vorarlberger Gymnasien auf Imagetour

Vorarlberg / 21.01.2020 • 19:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Vorarlberger Gymnasien wollen sich neu positionieren und gemeinsam als Marke auf den Wert der Allgemeinbildung hinweisen. VN/Paulitsch
Die Vorarlberger Gymnasien wollen sich neu positionieren und gemeinsam als Marke auf den Wert der Allgemeinbildung hinweisen. VN/Paulitsch

Direktoren plädieren für ausgewogene Allgemeinbildung in einer hochspezialisierten Bildungswelt.

Bregenz Fast alle AHS-Direktorinnen und Direktoren waren zum Pressetermin in die Zentrale der illwerke/vkw nach Bregenz gekommen. Der Ort wurde nicht zufällig gewählt. Zum einen ist der wichtigste Energieerzeuger des Landes ein Förderer der AHS-Bildungsstätten im Land, zum anderen wollen die Gymnasien ganz bewusst ihre Verbindung mit der Wirtschaft im Allgemeinen demonstrieren. Die Wirtschaftsnähe spricht man den Gymnasien oft ab und ordnet diese ausschließlich den berufsbildenden höheren Schulen zu.

Ganz bewusst wollen sich die Gymnasien als Flaggschiff in der Bildungslandschaft präsentieren und in der hochspezialisierten Bildungswelt ihren Platz definieren. Dafür haben die wichtigsten Vertreter des Schultyps zusammengefunden.

Wert der Allgemeinbildung

„Der Prozess soll nach innen wie nach außen wirken. Mit dem Ergebnis, eine zukunftsgerichtete Ausrichtung zu erarbeiten“, fasst Andreas Eder, als regionaler Schulqualitätsmanager auch für Gymnasien zuständig, die Zielsetzung der Initiative zusammen. Schüler und Eltern sollen um den besonderen Wert der Allgemeinheit Bescheid wissen. Die Allgemeinbildung soll als eine Art Gegengift gegen eine von Fake News durchsetzte Welt genauso wirken, wie die Schüler darin unterstützen, Fakten in den richtigen Kontext einzuordnen.

Alles möglich

Markus Germann, der neue Sprecher der Vorarlberger Gymnasien, weist auf die Vielfalt des Schultyps AHS hin. Egal ob in den Bereichen Ökologie, Kunst, Musik, Sprachen: Gymnasien böten vieles, unter anderem auch Auslandsaufenthalte für ihre Schüler, Kooperationen mit verschiedensten Institutionen und Ganztagsklassen. „Maturanten stehen zudem Wege zu einer Lehre offen, genauso wie Lehrlingen der Weg zur Matura“, betont Germann.

Die Gymnasien werben künftig mit Foldern, Homepage und Instagram-Auftritten verstärkt für ihren Schultyp.

Hohe Zufriedenheit

Auf die Zufriedenheit der Absolventinnen und Absolventen von Gymnasien verwies der pädagogische Leiter der Bildungsdirektion Andreas Kappaurer. Er zitierte aus einer Befragung: „86 Prozent der befragten Absolventen würden wieder eine AHS besuchen“.

Bleibt das Problem mit sich mehrenden Abgängen von Schülern nach der Unterstufe. Durch Kampagnen wie die jetzt laufende versuchen die AHS-Schulleiter diesen Trend zu stoppen.

„86 Prozent der AHS-Absolventen würden wieder ihre Schule besuchen.“