Diskussionsabend des Jugendforums im JAM

Vorarlberg / 22.01.2020 • 12:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Vorstand des Jugendforums Montafon: Annika Vallaster, Martin Netzer, Antonia Bitschnau und Johanna Fleisch. STR

Mehr Mobilität für Nachtschwärmer.

Schruns Das Jugendforum Montafon unter der Leitung des Vorstandteams, bestehend aus Martin Netzer und Annika Vallaster, lud dieser Tage alle Jugendlichen des Tals zu einem Mobilitätsabend ins Schrunser JAM. Dabei konnten die jungen Montafoner ihre Wünsche und Forderungen klar zum Ausdruck bringen. Trotz intensiver Werbung an Schulen, auf den Social-Media-Kanälen und in anderen diversen Kanälen zeigten die Jugendlichen des Montafons nur geringes Interesse und nur wenige Jugendliche fanden an diesem Abend den Weg ins JAM.

Rege Diskussion

Dennoch ließ sich das Team nicht den Wind aus den Segeln nehmen und diskutierte eifrig mit den Anwesenden, was in Sachen Mobilität von der Jugend gewünscht sei.
Nach der Vorstellung und einer kurzen Agenda von Antonia Bitschnau gab es eine erste Gesprächsrunde, bei der vor allem die Installierung öffentlicher Verkehrsmittel in den Abend- und Nachtstunden ein Thema war. Alsdann kristallisierte sich heraus, dass vor allem in der Nacht eine bessere Anbindung nach Bludenz wünschenswert wäre. „Es kamen doch einige Kritikpunkte aufs Tableau, und wir haben anschließend ein Ranking der wichtigsten Anliegen erstellt“, so Martin Netzer vom Jugendforum Montafon.

Auf dem ersten Platz sei dabei die Anbindung der Montafonerbahn in der Zeit nach 23 Uhr beziehungsweise nach 14 Uhr gewesen. „Gleich gefolgt von der Busverbindung nach Bartholomäberg, Silbertal und Latschau. Eben in diese Orte fährt der letzte Bus um 18.30 Uhr. Und das ist definitiv keine Ausgehzeit“, so Netzer. Auch das neu installierte Sammeltaxi go & ko sei keine Alternative, denn von einer Zone zur anderen koste es 5 Euro und das sei den meisten Jugendlichen, die mehrmals in der Woche eine Anbindung benötigen würden, schlichtweg zu teuer.

Einen wichtigen Input gab ein Besucher an diesem Abend, der eine gut funktionierende Mitfahr-App aus Tirol vorstellte. „Wir könnten uns so eine App auch in unserer Region vorstellen. Allerdings müsste man das rechtlich auch abklären. Denn nicht jeder mag bei einem anderen einfach so mitfahren“, erläuterte Vallaster.

Machbarkeit

Am Ende kam der Vorstand des Jugendforums mit den Besuchern überein, mit Experten in Sachen Mobilität in Kontakt zu treten und auch zu eruieren, was grundsätzlich in welcher Zeit möglich und mit welchem Kostenaufwand zu rechnen sei. „Wichtig ist, dass das Ganze auch umsetzbar ist und das möglichst zeitnah“, brachte es Netzer auf den Punkt. Erst dann würden er und seine Kollegin Annika Vallaster beim Stand vorstellig werden. „Für eine Intervention in Sachen verbesserte Mobilität brauchen wir konkrete Zahlen und auch umsetzbare Vorschläge für die Verantwortlichen im Tal.“ Str