Ein neues Gebirge in zwei Jahren

Vorarlberg / 22.01.2020 • 18:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Neben den interaktiven Stationen sind auch die Präparate zum Anfassen und Streicheln ein Fixpunkt in der Ausstellung. inatura
Neben den interaktiven Stationen sind auch die Präparate zum Anfassen und Streicheln ein Fixpunkt in der Ausstellung. inatura

inatura präsentiert neuen Lebensraum. 2019 war ein Rekordjahr.

Dornbirn Im Normalfall dauert es Jahrmillionen bis ein Gebirge entstanden ist. In der inatura in Dornbirn geht das deutlich schneller. In den vergangenen zwei Jahren wurde der „Lebensraum Gebirge“ in der Dauerausstellung komplett neugestaltet. An mehr als 30 neuen, interaktiven Stationen werden den Besuchern ausgewählte Geheimnisse der heimischen Bergwelt präsentiert. Es geht um die Vielfalt und Anpassungsfähigkeit von Tieren und Pflanzen, um geologische Prozesse und Naturgefahren. Ein vier Meter langes Relief der Vorarlberger Landesfläche wird durch digitale Karten zum Leben erweckt. Mittels Virtual-Reality-Brille kann man eine Reise in den Weltraum und den Erdkern antreten. Am Telefon stehen Experten Rede und Antwort. Es gibt eine Kletterwand, heulende Schädel und Terrarien mit lebenden Kleintieren. „Wir sehen unseren gesellschaftlichen Auftrag darin, möglichst vielen Menschen ,Werkzeuge und Hebel‘ aufzuzeigen, die sich problemlos in ihren Alltag integrieren lassen“, erläutert die Naturwissenschaftliche Direktorin Ruth Swoboda.

Rekordjahr

Grund zur Freude haben die Verantwortlichen auch aus einem anderen Grund. 2019 war das erfolgreichste Jahr seit der Eröffnung der inatura. Mit exakt 120.912 Besuchern konnte laut Geschäftsführer Peter Schmid erstmals die Besucherzahl aus dem ersten vollen Betriebsjahr 2004 übertroffen werden. Hinzu kommen rund 2000 Menschen, die bei den Fachkursen, Exkursionen und Vorträgen dabei waren und über 3600 Einzelanfragen in der Fachberatung. Bürgermeisterin Andrea Kaufmann unterstreicht: „Die inatura hat sich zum Publikumsmagneten mit doppelt so vielen Besuchern wie das nächstgereihte Museum in der Vorarlberger Museumsstatistik entwickelt.“ 

Einer der wichtigsten Kooperationspartner ist die FH Vorarlberg, aber auch Mitarbeiter der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes haben ihre Expertise eingebracht. „Vorarlberg ist ein sehr wasserreiches Land. Wir leben in einer der niederschlagsreichsten Regionen Europas. Wasser ist Grundlage für unser Leben, unzählige Flüsse und Bäche prägen unsere Landschaft. Wasser ist auch der wertvollste Bodenschatz Vorarlbergs“, verdeutlicht Landesrat Christian Gantner den Stellenwert des nassen Elements für Vorarlberg. vn-ger

inatura in Zahlen

120.912 Menschen besuchten im Vorjahr die Ausstellungen in der inatura. Das ist ein neuer Rekord.

 

2479 Besucher wurden am besucherstärksten Tag Ende Juli 2019 verzeichnet.