Muss zugestochen haben

Vorarlberg / 22.01.2020 • 21:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zwei Sachverständige zu Beginn des
dritten Prozesstags.

Feldkirch Zum Auftakt am dritten Prozesstag sind zwei Sachverständige an der Reihe. Gerichtsmedizinerin Marion Pavlic berichtet über das toxikologische Gutachten des Täters, Gerichtsmediziner Walter Rabl von der Obduktion des Opfers.

Pavlic liest Bekanntes vor: Soner Ö. hatte bei der Tat zwischen 0,95 und 1,23 Promille sowie Benzodiazepine im therapeutischen Ausmaß im Blut. Verteidiger Harg möchte wissen, wie sich der Alkohol uswirkt. Die Sachverständige tut sich schwer: Alkohol könne enthemmend, aber auch dämpfend wirken. Das sei individuell unterschiedlich. Rabl führt detailliert aus, wie viele Stiche und Schnitte an welcher Stelle Soner Ö. seinem Opfer zugeführt hat. Wichtig dabei: Der tödliche Stich oberhalb des Brustkorbs muss mit voller Wucht erfolgt sein.

Soner Ö. erzählte, die tödliche Stichverletzung sei entstanden, weil das Opfer beim Zustechen aufstand. Der Sachverständige widerspricht: Was der Angeklagte schildert sei nicht nachvollziehbar. Diese Energie müsse vom Zustechenden gekommen sein.