Warum ist frisch gefallener Schnee eigentlich weiß?

Vorarlberg / 22.01.2020 • 18:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die helle Freude im frisch gefallenen Schnee hat Natalie aus Bludenz. VN/Steurer
Die helle Freude im frisch gefallenen Schnee hat Natalie aus Bludenz. VN/Steurer

Schwarzach Leise rieselt der Schnee. Na ja, so richtig gesegnet mit der weißen Pracht sind die Vorarlberger Tallagen in diesem Winter bislang nicht. Ergiebigen Schneefall gibt‘s, wenn überhaupt, nur in den Hochlagen. Über frisch gefallenen Schnee, der so schön glitzert und beim Laufen unter den Schuhen auch so herrlich knirscht, freut sich eigentlich jeder. Und nicht selten kommt dann beim Winterspaziergang schnell einmal die Frage auf: Warum ist der Schnee eigentlich weiß?

Erst einmal entsteht Schnee, wenn sich Wasserdampf in einer Wolke bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt an kleinen Staubpartikeln niederschlägt. Daraus entstehen dann zahllose winzige sechseckige Eiskristalle. Dass der Schnee tatsächlich weiß aussieht, hängt mit der Struktur der Schneeflocken zusammen. Die kleinen Eiskristalle funktionieren wie Spiegel. Wenn das Sonnenlicht auf eine frische Schneedecke fällt, wird es wegen der Form der Kristalle und der eingeschlossenen Luft nahezu vollständig reflektiert und gestreut. Es wird also zurückgeworfen. Da Sonnenlicht weiß ist, erscheint auch der Schnee für unsere Augen dann weiß. Bei älterem Schnee ist das nicht mehr ganz so der Fall. Daher wirkt er mitunter grau. Dann blendet er auch nicht mehr ganz so stark.