Aus für Stadtmetzgerei fix

Vorarlberg / 23.01.2020 • 20:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Sabine Lemairre und Gerhard Spieler haben für das Wochenende Unterstützung geordert: Die Innenausstattung der Metzgerei wird ausgebaut. VN/schweigkofler
Sabine Lemairre und Gerhard Spieler haben für das Wochenende Unterstützung geordert: Die Innenausstattung der Metzgerei wird ausgebaut. VN/schweigkofler

Hoffnung auf Nachfolgelösung in Feldkirch geplatzt.

feldkirch Die Stadtmetzgerei Spieler und zuvor die Metzgerei Nägele gehörten seit über 25 Jahren zu den eingesessenen Geschäften in der Feldkircher Innenstadt. Seit August nicht mehr, da schloß Gerhard Spieler sein Geschäft. Danach gelang es nicht, eine Lösung für eine Teilzeit-Öffnung oder auch eine Geschäftsübergabe zu finden. Selbst nachdem Spieler anbot, sein Inventar an einen Nachfolger zu verschenken nicht. Die Stadtwerke, erklärt Spieler, hätten letztlich kein Interesse an einer Lösung gezeigt: „Dabei hätte man in wenigen Tagen wieder eine Metzgerei eröffnen können.“

Interesse hatte mit Christoph Schöch ein Mitglied einer bekannten Metzgerfamilie aus Feldkirch gezeigt. Dem wurde jetzt aber seitens der Stadtwerke abgesagt. Schöch möchte sich darüber nicht öffentlich äußern. Auch Manfred Trefalt, Geschäftsführer der Stadtwerke wollte sich vorerst nicht äußern, kündigte aber an, dass in den nächsten Tagen eine Stellungnahme erfolgen werde. Aus Stadtwerke-Kreisen wurde aber bekannt, dass bereits die Suche nach Nachmietern vorbereitet wird. Metzgerei wird es wohl keine mehr.

Scharfe Kritik übte der freiheitliche Stadtrat Daniel Allgäuer. Er hatte im Vorfeld zu vermitteln versucht. „Es ist eine unverständliche Entscheidung der Verantwortlichen in der Stadt. Man hätte die Chance gehabt einen jungen Feldkircher, hinter dem eine eingesessene Metzgerfamilie steht, das Geschäft weiterführen zu lassen.“ Für Allgäuer stellt sich die Motivationsfrage: „Es gibt massive Zweifel, ob hier mit dem notwendigen Einsatz gehandelt wurde, oder ob es überhaupt Interesse an einer Lösung gab.“

Gerhard Spieler wird jedenfalls am Wochenende den Großteil des Inventars ausbauen, um das Geschäft am 31. Jänner ausgeräumt übergeben zu können. VN-GMS