Stadt Hohenems rückt Kultur in den Fokus

Vorarlberg / 23.01.2020 • 18:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Villa Ivan und Franziska Rosenthal wird zum Literaturhaus. Stadt
Die Villa Ivan und Franziska Rosenthal wird zum Literaturhaus. Stadt

Nibelungenstadt will 2020 ihr kulturelles Profil weiter schärfen.

Hohenems Nach der Runderneuerung der Innenstadt rückt die Stadt Hohenems nun für dieses Jahr die Kultur in den Mittelpunkt. So soll das erhöhte Kulturbudget die Qualität der Veranstaltungen verbessern. Klassiker wie die Schubertiade, die Emsiana, Homunculus oder das Kammerorchester Arpeggione werden ergänzt durch das neue Literaturhaus in der Rosenthal-Villa oder die Theaterkompanie „Shakespeare am Berg“. 

Das städtische Kulturbudget steigt von 1,43 Millionen Euro 2019 auf 1,65 Millionen Euro für dieses Jahr, heißt es aus dem Rathaus. Besonders der Bereich Kulturförderung steche hier heraus. „Eine Erhöhung von rund 100.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr schlägt hier zu Buche und wird im mehrjährigen Vergleich mit 1,08 Millionen Euro somit erstmals die Millionengrenze bei den durch das Kulturreferat auszuzahlenden Kulturförderungen und -subventionen übersteigen“, erklärt Bürgermeister Dieter Egger. 

Seit vergangenem Jahr ist das künftige „Literaturhaus Vorarlberg“ in der Villa Iwan und Franziska Rosenthal in Vorbereitung. Bereits jetzt finden zahlreiche Projekte und Veranstaltungen, teils provisorisch in den noch zu sanierenden Räumlichkeiten der Villa, aber auch im ganzen Stadtgebiet statt: Lesungen, Live-Lektorate und erstmals ein „Writer in Residence“-Programm für Graphic-Novel-Künstler.

Das Literaturhaus soll – wie auch das in einer anderen Rosenthal-Villa beheimatete Jüdische Museum Hohenems – zu einem zentralen, vernetzten Ort für Kultur in der Stadt werden. Dort werde auch unter Hochdruck an der nächsten Sonderausstellung „Die letzten Europäer“ gearbeitet, die am 3. Mai 2020 eröffnet wird. 

Arpeggione-Jubiläum

In weiterer Folge wird die Theaterkompanie „Shakespeare am Berg“ – unter neuem Namen – in Hohenems ab 2020 wie bisher klassische Stoffe zeitgemäß interpretieren, aber auch für Uraufführungen junger Autorinnen und Autoren aus der Region ein Forum bieten. Dabei sollen auch bisher ungewohnte Orte in der Stadt bespielt werden.

2020 ist das Jahr der großen Feierlichkeiten für die Hohenemser Kulturszene. Das Kammerorchester Arpeggione feiert sein 30-jähriges Bestehen und stellt das Konzertprogramm für dieses Jubiläumsjahr am Sonntag, 26. Jänner, um 11 Uhr bei freiem Eintritt im Rahmen einer Matinee im Palast vor.

Die Schubertiade ist ein Klassiker des Hohenemer Kulturlebens.
Die Schubertiade ist ein Klassiker des Hohenemer Kulturlebens.