Allgäuer will Chefsessel im Rathaus Feldkirch erobern

Vorarlberg / 24.01.2020 • 19:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

DieFPÖ legt sich bei der Kommunalwahl Latte hoch.

Feldkirch Er versucht es bereits zum zweiten Mal, gibt sich aber optimistisch, diesmal das Ziel erreichen zu können: Der Freiheitliche Daniel Allgäuer will bei der Wahl im März den Sessel von Stadtchef Wolfgang Matt (VP) erobern. „Ich bin strikt gegen eine Politik des Drüberfahrens und bringe für das Amt des Bürgermeisters genug politische Erfahrung mit“, erklärt Allgäuer im Montforthaus Feldkirch vor seinen Mitstreitern Thomas Spalt und Andrea Kerbleder, die am zweiten und dritten Listenplatz aufscheinen.

„Matt ist Verwalter statt Gestalter“

Allgäuer, seit 2005 als Kommunalpolitiker im Rathaus tätig, erhebt damit Anspruch auf das Amt des Bürgermeisters von Feldkirch. Er rechne sich gute Chancen für eine Stichwahl gegen Wolfgang Matt aus und würde, sollte er die Gemeindewahl gegen den regierenden Bürgermeister gewinnen, seine Funktionen als Abgeordneter im Landtag an den Nagel hängen. „Dann würde ich mich mit voller Kraft ausschließlich der Stadt Feldkirch widmen.“ Für den blauen Bürgermeisterkandidaten liegt in Feldkirch unter der Führung der Volkspartei von Wolfgang Matt einiges im Argen. „Matt verwaltet das Erbe seines Vorgängers, das Gestalten fehlt. Viele Probleme
werden nicht mehr angepackt, Anliegen der Bürger oft ignoriert“, spart Allgäuer nicht mit Kritik und verweist auf die Debatten rund um den Erhalt des Sonderpädagogischen Förderzentrums oder der Stadtmetzgerei. „Ich sehe den Bürgermeister als erste Anlaufstelle und Partner für die Bürger.“ Die Liste der Feldkircher FP weist 72 Kandidaten aus. Seit den Gemeindewahlen 2015 sitzen die Blauen mit sechs Volksvertretern in der Stadtvertretung und stellen mit Allgäuer und Spalt zwei Stadträte. Bei der letzten Wahl konnten die Freiheitlichen in der Montfortstadt 17,3 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Das derzeitige Kräfteverhältnis im Rathaus: 18 Mandate hält die Volkspartei, sieben Feldkirch blüht, sechs die Blauen, je zwei SP und Neos und eines die Liste Wir. VN-TW

„Es fehlt der Stadtpolitik an Gestaltungskraft. Viele Anliegen der Bürger werden oft ignoriert.“

Freiheitliche Feldkirch

1. Daniel Allgäuer, Jahrgang 1964

2. Thomas Spalt, Jahrgang 1985

3. Andrea Kerbleder, Jahrgang 1976

4. Johannes Wehinger, Jahrgang 1968

5. Renate Geiger, Jahrgang 1957

6. Karlheinz Strigl, Jahrgang 1970

7. Luca Scherling, Jahrgang 1993

8. Birgit Seidl, Jahrgang 1975

9. Stefan Weber, Jahrgang 1993

10. Olivia Walser, Jahrgang 1985