Altachs alter Kies geht zur Neige

Vorarlberg / 24.01.2020 • 19:21 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im alten Abbaugebiet werden aktuell die letzen Kubikmeter Kies  abgebaut. Dann steht fürs Erste der Kiesabbau in Altach. egle
Im alten Abbaugebiet werden aktuell die letzen Kubikmeter Kies  abgebaut. Dann steht fürs Erste der Kiesabbau in Altach. egle

Alter Kiesabbau endet. Vor Neuabbau sind Fragen offen.

Altach Anfang Dezember haben die Altach einem neuen Kiesabbau-Projekt im Bereich Sauwinkel auf einem Grundstück der Gemeinde Götzis bei einer Volksabstimmung zugestimmt. Derzeit werden aber noch „die letzten Kubikmeter“ (Bürgermeister Gottfried Brändle) an der alten Abbaustätte gewonnen. In einer Woche ist damit aber Schluss, erklärt Kies-Unternehmer Franz Kopf. Er hat von der Bezirkshauptmannschaft eine Genehmigung erhalten, den Abbau über die Frist 31. Dezember 2019 hinaus zu betreiben. Ab dann wird Kies aus Deutschland zugeführt, um das Kieswerk weiter zu betreiben.

Einigung mit Götzis offen

Bevor der neue Kiesabbau starten kann, müssen zwei Dinge erledigt werden. Zum Einen ist der positive Bescheid aus der Bezirkshauptmannschaft noch nicht eingelangt. Hier rechnen aber sowohl Kopf als auch Brändle damit, dass dieser in den nächsten Wochen eintreffen wird. Gelöst werden muss aber auch die Einnahmeneinteilung zwischen Standortgemeinde Altach und dem Grundbesitzer, der Marktgemeinde Götzis. Hier rechnet niemand mehr damit, dass vor der Gemeindewahlen im März noch noch viel passieren wird. Die Götzner Grünen haben bereits massiv Kritik daran geübt, dass man Altach „Geld schenke“. Jedes Übereinkommen muss jedenfalls in beiden Gemeindevertretungen eine Mehrheit finden.

Dann muss auch ein Vertrag über den Abbau des neuen Kiesfeldes mit Kiesunternehmer Kopf getroffen werden. „Wenn das alles erledigt ist, brauche ich noch einen Monat zum Abbau-Beginn“, erklärt Franz Kopf. Er glaubt, dass bis dahin noch mindestens ein halbes Jahr ins Land ziehen wird.

Essenziell ist es auch, eine Lösung für das Verkehrsproblem zu finden. Mit der neuen Bundesregierung sollten jetzt wieder Ansprechpartner im Ministerium vorhanden sein. Laut Brändle laufen derzeit Abstimmungsgespräche mit dem Land Vorarlberg über die Vorgangsweise. Bis 2024 muss eine Lösung gefunden werden, sonst wird der Abbau am neuen Kiesfeld laut Gemeindevertretungsbeschluss in Altach gestoppt. VN-GMS