Das sagen die Stadtwerke Feldkirch zum Aus der Stadtmetzgerei

Vorarlberg / 24.01.2020 • 19:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Für die Metzgerei Spieler wurde kein Metzgernachfolger gefunden. Laut Stadtwerke-Chef Manfred Trefalt liegt das an hohen anstehenden Investitionen. VN/SCHWEIGKOFLER

Laut Stadtwerke-GF Manfred Trefalt stehen in der Immobilie der Stadtmetzgerei hohe Investitionen an. Daran sei die Nachfolge gescheitert, nicht am mangelnden Willen.

Gernot Schweigkofler

Feldkirch Im August stellte die Stadtmetzgerei Spieler in der Feldkircher Johannitergasse ihren Betrieb ein. Hinter den Kulissen starteten Verhandlungen. Dabei ging es um Ablöseforderungen, aber auch um anstehende Investitionen von, wie Spieler den VN erklärte, rund 40.000 Euro. Im Dezember erklärte sich Spieler bereit, das Inventar einem Nachfolger zu schenken. Es wurde keine Lösung gefunden. Für Spieler ist klar: Der Verpächter, die Stadtwerke Feldkirch, sind schuld. Die hätten jedem potenziellen Nachfolger das Geschäft madig gemacht bzw. keine Verhandlungsbereitschaft erkennen lassen.

Die Stadtwerke haben sich jetzt erstmals gegenüber den VN zur Causa geäußert. Man habe sich bemüht, eine Lösung zu finden, erklärt Geschäftsführer Manfred Trefalt. „Es stellte sich heraus, dass in den kommenden Jahren hohe Investitionen in die bestehende, teilweise über 25 Jahre alte Technik zu tätigen wären. Keiner der potentiellen Pächter war jedoch gewillt, diese Kosten zu tragen. Es liegt aber nicht im Aufgabenbereich von öffentlichen Stadtwerken, die technische Infrastruktur einer Metzgerei zu betreiben“, schreibt Trefalt. Eine Nachfolge sei also weder am Willen eines zukünftigen Nachfolgers noch an den Bemühungen der Stadtwerke gescheitert, betont Trefalt. Vielmehr seien es anstehende Investitionskosten, die auf den Pächter zukommen würden, da sie nicht im Aufgabengebiet der Stadtwerke als Verpächter lägen.