Das war die Jobmesse 2020

Vorarlberg / 24.01.2020 • 21:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Firma Eberle Automatische Systeme brachte Robotertechnik mit auf die Jobmesse. VN/STEURER

Auf der Jobmesse an der FH Vorarlberg waren so viele Unternehmen wie noch nie vertreten.

Geraldine Reiner

Dornbirn Das Publikum ist bunt gemischt. Man trifft auf Fachkräfte, Studenten und Schüler, auf Mitarbeiter von großen Industrieunternehmen, Klein- und Mittelbetrieben, sozialen Einrichtungen oder Start-ups. Zilan Cankaya (21) ist gekommen, um nach einem Praktikumsplatz Ausschau zu halten. „Ich studiere im dritten Semester Informatik an der FH Vorarlberg. Meine Präferenz wäre eine Kombination aus Wirtschaft und Informatik oder Softwareentwicklung“, erläutert die junge Fußacherin.

Zwei Stockwerke weiter oben hat sich Leonie Beer gerade am Stand der Polizei informiert. „Das hat mir schon einmal nicht schlecht gefallen“, resümiert die Schülerin der Bezauer Tourismusschule. Die 17-jährige Hittisauerin möchte sich einen ersten Überblick verschaffen, welche Jobs für sie nach der Matura in Frage kommen könnten. „Wir haben dafür einen Teil des Vormittags freibekommen“, erzählt sie.

115 Unternehmen

Bei der Jobmesse an der FH Vorarlberg (FHV) drehte sich am Freitag alles um Jobs und Karriere. Auf vier Stockwerken präsentierten 115 Unternehmen aus Österreich, Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz sich selbst und rund 2000 offene Stellen. Das war ein Ausstellerrekord!

Die Firma Head hat derzeit an die 15 Jobs zu vergeben. „Die Jobmesse ist eine tolle Plattform, das Unternehmen zu präsentieren. Man kann gute Kontakte zu zukünftigen Praktikanten und Mitarbeitern knüpfen und hat ein Netzwerk mit anderen Unternehmen“, sagt Personalleiterin Susanne Klopfer. Beim Sportartikelhersteller mit Sitz in Kennelbach sind vor allem Fachkräfte im E-Commerce-Management, Onlinemarketing und der IT gefragt. „Wir suchen aber auch immer Praktikanten im Bereich Marketing und Grafik“, ergänzt die Personalleiterin. Am Stand von 1zu1 Prototypen gibt sich Roboy, beziehungsweise seine feingliedrige Hand, die Ehre. Der humanoide Roboter wurde von der Uni Zürich in Zusammenarbeit mit dem Dornbirner 3D-Druck-Spezialisten gebaut. „Wir sind heute da, um uns ein bisschen bekannter zu machen. Dadurch, dass wir das Thema Geheimhaltung haben, kennen uns viele nicht so“, berichtet Personalleiterin Birgit Schellander. Zur Jobmesse ist sie mit zwei offenen Stellen gekommen. „Wir haben aber geplant, in diesem Jahr noch mehr Leute einzustellen.“

„Der Markt ist trocken“

Johannes Remm, bei illwerke vkw für Recruiting, Personal- und Führungskräfteentwicklung zuständig, zieht bereits nach knapp eineinhalb Stunden auf der Jobmesse ein positives Fazit: „Wir sind sehr zufrieden. Es sind alle Kategorien von Leuten da. Ich hatte schon zwei Gespräche mit Besuchern aus Stuttgart, die sich überlegen, in unsere Region zu ziehen.“ Dringend gesucht werden beim Vorarlberger Energiedienstleister nicht nur Diplomingenieure, Projektingenieure oder Praktikanten, auch Monteure im Gasnetz seien wahnsinnig schwer zu bekommen. „Der Markt ist trocken. Wir können sie leider nicht selber ausbilden, weil im Berufsspektrum Bereiche drinnen sind, die wir im Unternehmen nicht haben“, verdeutlicht Remm.