Mehr Geld für Waldbesitzer

Vorarlberg / 24.01.2020 • 18:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Waldpädagoge Günter Dünser im Einsatz. Mit dem neuen Fördermodell fällt die Unterscheidung zwischen Nadel- und Laubholz. VN/JLO
Waldpädagoge Günter Dünser im Einsatz. Mit dem neuen Fördermodell fällt die Unterscheidung zwischen Nadel- und Laubholz. VN/JLO

Landesforstdienst präsentiert neuen Maßnahmenplan für 2020.

Satteins Trotz ihrer großen Bedeutung als Schutzobjekt und CO2-Schlucker haben es die heimischen Wälder und ihre Besitzer nicht einfach. Denn neben den extremen Wetterereignissen, die den Wäldern mit abwechselnd ergiebigen Niederschlägen und Trockenperioden oder durch Schädlinge und Stürme zusetzen, sind auch die Holzpreise massiv gefallen. Auf diese Herausforderungen wollen das Land und der Landesforstdienst nun mit dem Maßnahmenplan ZukunftWald2020 reagieren. Der zentrale Punkt des neuen Maßnahmenpakets ist die Anpassung der Fördersätze, wie Christian Gantner, Landesrat für Land- und Forstwirtschaft, informiert: „Die erhöhten Fördersätze sind ein attraktiver Anreiz für Waldbesitzer“. Die verdoppelten Fördersätze  – das Land investiert zusätzliche 240.000 Euro – sollen diese dazu bewegen, besonders auf Jungwälder erhöhte Aufmerksamkeit zu richten.

Neben den vermehrten Geldmitteln will das Land auch mit gezielten Beratungen durch Waldaufseher und Schulungen den Besitzern unter die Arme greifen. „Gesamt stehen derzeit 39 Waldaufseher in den acht Waldregionen mit Rat und Tat zur Seite“, sagt Landesforstdirektor Andreas Amann. Ziel sei es, Mischwaldstrukturen zu schaffen. Dies sei durch eine Regulierung des Baumbestands in der Jugend zu bewerkstelligen, wie weiter Waldaufseher Michael Schnetzer informiert. Eine solche Struktur wurde als Versuch in der Satteinser Trutsch umgesetzt. „Wir müssen in die Waldpflege aber viel Energie und Geld investieren“, erläutert Waldvereinsobmann Walter Amann die umgesetzten Maßnahmen. „Deshalb sind wir sehr dankbar, dass unser Ansuchen an das Land schnell und unbürokratisch umgesetzt werden konnte.

Im weiteren Sinne ist im Maßnahmenplan die Etablierung von weiteren Beispielflächen vorgesehen, welche den Waldeigentümern als „best-practice“-Beispiele dienen können. Gesamt ist geplant, die jährliche Jungwaldfläche von 100 Hektar auf 200 bis 300 Hektar auszuweiten.

„Erhöhte Fördersätze sind ein Anreiz für Waldbesitzer.“