Qualität im Krankenhaus ist nicht nur spür-, sondern auch messbar

Vorarlberg / 24.01.2020 • 08:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Einer der standardisierten Arbeitsprozesse: Bei der Dosierung von Medikamenten gilt das Vier-Augen-Prinzip. VN/HARTINGER

Zwei ISO-Zertifikate machen die Qualität im medizinischen und pflegerischen Bereich erhebbar.

Dornbirn Die Qualität in einem Krankenhaus ist entscheidend, geht es doch um das wichtigste Gut: die Gesundheit. „Wir führen regelmäßige Patientenbefragungen durch. Die Rückmeldungen dieser Befragungen sind positiv. Immerhin sind 98 Prozent der Patienten mit dem Behandlungserfolg zufrieden und würden das städtische Krankenhaus Familienmitgliedern und Freunden weiterempfehlen“, streut die Dornbirner Bürgermeisterin Andrea Kaufmann der Arbeit der Krankenhausmitarbeiter Rosen. Jedoch soll die Qualität im medizinischen und pflegerischen Bereich nicht nur spürbar, sondern auch messbar sein.

Diese Qualität ist nun auch durch zwei neue ISO-Zertifikate messbar. „Wir müssen den Leitspruch ,In besten Händen‘ erfüllen können. Das ist nur durch kontinuierliche Weiterentwicklung des gesamten Hauses möglich“, erklärte Verwaltungsdirektor Klaus Fornetran bei der Präsentation der Zertifikate im Dornbirner Stadtkrankenhaus. Eines davon ist der etablierte und weltweit bekannte Standard für die Zertifizierung des Qualitätsmanagements. „Für ein gelingendes Qualitätsmanagement sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bedeutung“, so Fornetran weiter. Das bedeute, sich aktiv auf die Standardisierung von Arbeitsprozessen einzulassen. Durch die Dokumentation könnten systematische Prozessfehler erkannt werden. „Die Verbesserung der Prozesse lässt sich auch an der Zufriedenheit der Mitarbeiter ablesen. Diese ist überdurchschnittlich hoch“, weiß Chefarzt Walter Neunteufel. Die zweite neue Norm umfasst die Bereiche Gesundheitswesen und medizinische Dienstleistungen. Dabei liegt der besondere Schwerpunkt auf den Themen Patientenversorgung, Risikomanagement und Personalentwicklung.

Aktuelle Pläne

Für das Jahr 2020 planen die Verantwortlichen des kommunalen Krankenhauses, die Arbeitsprozesse in der Ambulanz zu verbessern. Der Entbindungsbereich soll ebenfalls angepasst werden. „Der Kreißsaal ist für 1000 Geburten ausgelegt. Derzeit gibt es rund 1500 Geburten jährlich“, schildert Neunteufel. Ende dieses Jahres werden auch die sieben neuen Operationssäle im 1983 erbauten Krankenhaus voll einsatzfähig sein. „Für den Pflegebereich suchen wir 13 neue Mitarbeiter und wir haben 1,5 zusätzliche Arztstellen eingeplant“, gibt Krankenhausreferent und Vizebürgermeister Martin Ruepp einen Ausblick. So sollen Wartezeiten verkürzt werden.

Der Notfallplan sieht vor, die Patientinnen und Patienten mit Rettungsmatratzen in Sicherheit zu bringen.
Der Notfallplan sieht vor, die Patientinnen und Patienten mit Rettungsmatratzen in Sicherheit zu bringen.