Mehr Geld für Waldbesitzer

Vorarlberg / 25.01.2020 • 07:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Landesrat Christian Gantner, Waldpädagoge Günter Dünser, Walter Amann, Obmann des Waldvereins und Landesforstdirektor Andreas Amann (v. l.). VN/JLO

Landesforstdienst präsentiert neuen Maßnahmenplan für 2020.

Satteins Trotz ihrer großen Bedeutung als Schutzobjekt und CO2-Schlucker haben es die heimischen Wälder und weitergehend ihre Besitzer nicht einfach. Denn neben den extremen Wetterereignissen, die den Wäldern mit abwechselnd umfangreichen Niederschlägen und Trockenperioden oder durch Schädlinge und Stürme zusetzen, sind auch die Holzpreise massiv gefallen. Auf diese Herausforderungen wollen das Land und der Landesforstdienst nun mit dem Maßnahmenplan ZukunftWald2020 reagieren. Der zentrale Punkt des neuen Maßnahmenpakets ist die Anpassung der Fördersätze, wie Christian Gantner, Landesrat für Land- und Forstwirtschaft, informiert: „Die erhöhten Fördersätze sind ein attraktiver Anreiz für Waldbesitzer.“ Die verdoppelten Fördersätze, das Land investiert zusätzliche 240.000 Euro, sollen Waldbesitzer dazu bewegen, besonders auf Jungwälder erhöhte Aufmerksamt zu richten.

Neben den zusätzlichen Geldmitteln will das Land auch mit gezielten Beratungen durch Waldaufseher und mit Schulungen den Besitzern unter die Arme greifen. „Insgesamt stehen derzeit 39 Waldaufseher in den acht Waldregionen mit Rat und Tat zur Seite“, sagt Landesforstdirektor Andreas Amann. Ziel sei es, Mischwaldstrukturen zu schaffen. Dies sei durch eine Regulierung des Baumbestands in der Jugend zu bewerkstelligen, wie Waldaufseher Michael Schnetzer informierte. Eine solche Struktur wurde als Versuch in der Satteinser Trutsch umgesetzt. „Wir müssen in die Waldpflege aber viel Energie und Geld investieren“, erläutert Waldvereinsobmann Walter Amann die umgesetzten Maßnahmen. „Deshalb sind wir sehr dankbar, dass unser Ansuchen an das Land schnell und unbürokratisch umgesetzt werden konnte.“

Im weiteren Verlauf ist im Maßnahmenplan nun die Etablierung von weiteren Beispielflächen vorgesehen, die den Waldeigentümern als best-practise-Beispiele dienen können. Es ist geplant, die jährliche Jungwaldfläche von 100 auf 200 bis 300 Hektar auszuweiten.