Oboenkonzert als Mittagsschmankerl im Montforthaus

Vorarlberg / 25.01.2020 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Anna Hanslbauer (Flöte), Melissa Hartmann (Oboe), Anja Niederwolfgruber (Fagott) sowie Kenichi Kawabat (Klarinette) spielten zum Abschluss des Konzerts. HEILMANN

Die Kammermusikklasse Adrian Buzac begeisterte im Montforthaus mit einer Zeitreise durch die Oboen-Musik.

Feldkirch Mit einer Zeitreise der Oboen-Familie begeisterte die Kammermusikklasse Adrian Buzac Gäste des Konzerts am Mittag im voll besetzten Foyer des Montforthaus. Zur Oboen-Familie zählen neben der Oboe auch das Englischhorn und das Fagott. In verschiedenen kammermusikalischen Werken unterschiedlicher Musikepochen kam die Klangvielfalt dieser Instrumente durch die Studenten des Konservatoriums zur Geltung.

 Maria Lalazarova (Oboe) und Tenor Evgenij Baev wurden von Mayya Melnichenko am Cembalo begleitet. <span class="copyright">Heilmann</span>
Maria Lalazarova (Oboe) und Tenor Evgenij Baev wurden von Mayya Melnichenko am Cembalo begleitet. Heilmann

Die musikalische Zeitreise der Oboen-Familie reichte vom Barock bis zur Neuen Musik. Mit dem Andante aus Johann Sebastian Bachs Sonate in g-Moll eröffnete Sabin Iordache auf der Oboe von Johannes Hämmerle am Cembalo begleitet das Konzert. Bei „Schaut die Demut Palmen tragen“ in der Version Telemanns vom Tenor Evgenij Baev gesungen zeigte Maria Lalazarova ihr Talent auf der Oboe und wurde dabei von Mayya Melnichenko auf dem Cembalo begleitet. Bei Johann Philipp Kirnberger zeigte Melissa Hartmann auf der Oboe, was in ihr steckt. Mit Johann Joachim Quantz wurde die Epoche des Barock abgeschlossen. Sarah Wandaller auf der Oboe und Verena Köck auf der Flöte bewiesen Virtuosität auf ihren Instrumenten.

Flotte Zeitreise

Mit dem ersten Satz aus dem Capriccio für drei Oboen des italienischen Komponisten Carlo Yvon wurde das Konzert fortgesetzt. Melissa Hartmann, Anna Eberle und Sabin Iordache verstanden es, das Allegro molto vivace sehr dynamisch umzusetzen. Aus der Romantik machte die Oboe einen Zeitsprung in die Neue Musik. „Con una marcetta“ für zwei Oboen und Englischhorn schrieb Herbert Baumann im Jahr 1990. Kiara Macukanovic und Regula Weiss an der Oboe sowie Miriam Kuss am Englischhorn gelang es, das komplexe Werk auf überzeugende Art und Weise vorzutragen. Als Grande Finale wurden das Allegro molto und das Allegro vivo aus Jean Francaix Quatuor vorgetragen. Anna Hanslbauer auf der Flöte, Melissa Hartmann auf der Oboe, Anja Niederwolfsgruber auf dem Fagott sowie Kenichi Kawabata auf der Klarinette brillierten mit ihrem virtuosen Spiel.

Die Zuhörer ließen sich von Buzacs Kammermusikklasse mitreißen. Zu den Gästen des Auftritts zählten Landeskonservatoriumsdirektor Jörg Maria Ortwein, Erika und Wolfgang Burtscher, Jutta Gnaiger-Rathmanner und Robert Alexander Rodewald. HE