Baldauf als Zeuge gegen „Dopinginspirator“

Vorarlberg / 27.01.2020 • 20:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Johannes Dürr musste sich am Montag am LG Innsbruck verantworten. AP
Johannes Dürr musste sich am Montag am LG Innsbruck verantworten. AP

Ex-Langläufer Johannes Dürr zu 15 Monaten bedingter Haft verurteilt.

Innsbruck Für den ehemaligen Sulzberger Langläufer Dominik Baldauf (26) gab es am Montag am Landesgericht Innsbruck einen weiteren Termin. Er war als Zeuge im Prozess gegen den ehemaligen Kollegen Johannes Dürr (32) geladen. Dabei wiederholte der Vorarlberger seine Aussagen, die er am 14. Jänner bereits getätigt hatte. Damals wurde Baldauf wie sein Teampartner Max Hauke zuvor nicht rechtskräftig zu fünf Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe von 480 Euro verurteilt. Baldauf drohen darüber hinaus saftige Rückzahlungsforderungen. Auch das Land Vorarlberg wird den Sulzberger zur Kasse bitten. Vom Land erhielt Baldauf im Laufe seiner Karriere nicht weniger als 26.900 Euro an Förderung.

Mark S. schwieg

Johannes Dürr bekannte sich bei seinem Prozess in Innsbruck teilweise schuldig. Er war wegen Verstößen gegen das Anti-Doping-Gesetz und gewerbsmäßigen schweren Sportbetrugs angeklagt. Der Niederösterreicher gab zu, in Sachen Doping gemeinsame Sache mit seinem Teamkollegen Harald Wurm gemacht zu haben. Auch Dürrs Trainer Gerald H. legte ein Geständnis ab. Er habe Dürr und Wurm beim Dopen unterstützt, erklärte H. Der in Untersuchungshaft sitzende deutsche Arzt Mark S., bei dem die Fäden der Doping-Aktivitäten zusammenliefen, verweigerte am Montag eine Aussage vor dem LG Innsbruck.

Johannes Dürr wurde zu 15 Monaten bedingter Haft verurteilt. Der 32-Jährige muss außerdem eine Geldstrafe in der Höhe von 720 Euro zahlen. Dem mitangeklagten Gerald H. wurden zwölf Monate bedingte Haft sowie eine Geldstrafe von 3120 Euro auferlegt. Beide Angeklagte nahmen ihr Urteil an – diese waren damit rechtskräftig.