„Ich bin immer ein Götzner geblieben“

Vorarlberg / 27.01.2020 • 11:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
„Ich fahre sehr gerne regelmäßig nach Vorarlberg.“ PRIVAT

Theater- und Konzertbesuche. Drei Enkelkinder. Reisen in andere Kontinente.

Ernest Enzelsberger

„Wenn wir nicht neidig sind, haben wir alle was davon“, lautet das Lebensmotto von Lothar Mayer (65). Der Götzner war seit 1977 durchgehend bei der Hypo-Vorarlberg tätig, zuletzt als Leiter Privatkunden in der Hypo Filiale in Wien. Im Jahre 2019 hat er im September seine Pension angetreten.

Mitgestaltung

„Ich bin damals auf eigenen Wunsch nach Wien gegangen und habe die Entwicklung der Bank von einer Repräsentanz in der Wiener Börse 1989 zur heutigen Filiale in der Bradstätte in der Wiener Innenstadt mitgestalten können. Wir haben damals mit sieben Beschäftigten begonnen und sind heute mit unseren Töchtern Hypo Leasing und Hypo Immobilien auf 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewachsen“, schildert Mayer die personelle Entwicklung der Hypo-Vorarlberg in der Bundeshauptstadt.
Mayer, der nach eigenen Worten „immer ein Götzner geblieben ist“, besucht alle 14 Tage regelmäßig seine Vorarlberger Heimat. Ein Fixtermin ist das jährliche Treffen mit den Maturakollegen der Handelsakademie in Bregenz. Er spielt sehr gerne Golf und hat große Freude mit seinen drei Enkelkindern in Mödling. Und: „Ich genieße das große Kulturangebot in Wien mit seinem vielfältigen Theater- und Konzertprogramm und gehe natürlich auch noch Skifahren“. Dazu kommt noch die tägliche Lektüre von mehreren Zeitungen, wobei noch immer der jeweilige Wirtschaftsteil einen sehr hohen Stellenwert hat.
Lothar Mayer ist aber auch im Verein der Vorarlberger in Wien aktiv und dort schon seit vielen Jahren im Vorstand vertreten.
Die Gattin von Lothar Mayer ist aus Koblach und als Flugbegleiterin bei der AUA tätig. „Deshalb bedeutet Reisen für uns ferne Länder. Beispielsweise Indien, wo wir auch im Süden des Landes im Zuge eines Sozialprojektes Patenkinder betreuen. Unsere eigentliche Lieblingsdestination ist Südafrika. Wir waren auch schon dreimal in Japan. Australien, wo wir noch nicht waren, ist mit Neuseeland als Reiseziel in Planung.“ Was waren die großen Veränderungen im Bankgeschäft in der jahrzehntelangen Tätigkeit von Lothar Mayer? Kritik übt er an der heute gegenüber früher bestehenden überbordenden Reglementierung von außen, die seiner Meinung nach völlig in die falsche Richtung geht. „Das Auftreten von immer mehr externen Aufsichts- und Kontrollorganen machte uns das Leben nicht leichter und entmündigt auch teilweise die Kunden“.
Nach seiner Maura an der Handelsakademie in Bregenz 1973 war Mayer zuerst drei Jahre bei Huber Tricot in Götzis tätig. Am 2. Jänner 1977 trat er in die Hypo-Vorarlberg ein, wo er bis zu seiner Pensionierung blieb. Stationen waren die Filiale in Götzis, dann die Revisionsabteilung in Bregenz und schließlich Wien.

Zur Person

Geboren 24. August 1954 in Hohenems

Ausbildung HAK Bregenz, Matura 1973

Beruflicher Werdegang drei Jahre Huber Tricot, 1977 Eintritt in die Hypo Vorarlberg, Götzis, Bregenz ab 1989 Wien, Ruhestand 2019

Familie verheiratet, zwei Kinder, drei Enkelkinder (7, fünf und zwei Monate alt)