Schottar Echo feiert den 35. Geburtstag

Vorarlberg / 27.01.2020 • 17:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Schottar-Echo-Team mit Mentor Bruno Ulmer, der jedes Jahr die erste Ausgabe erhält. cth
Das Schottar-Echo-Team mit Mentor Bruno Ulmer, der jedes Jahr die erste Ausgabe erhält. cth

Haselstauder Faschingszeitung erscheint wieder am 22. Februar.

Dornbirn Wenn am 21. Februar die 35. Ausgabe vom Schottar Echo erscheint, wird Bruno Ulmer vom gleichnamigen Café in Haselstauden der Erste sein, der einen Blick ins närrische Blättle werfen darf. Eine Tradition, die seit jeher gepflegt wird, ist er doch Mentor der ersten Stunde und noch ein echtes Original. „Genau an diesen mangelt es leider immer mehr. Die Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren verändert, Originale sterben aus und das macht es für uns nicht einfacher“, zeigt sich Peter Alge besorgt. Gemeinsam mit Gerald Bischof, Gerhard Pierer (Zeichnungen) und Nina Winkler (Korrekturen) bilden sie das Team der Fasnatzeitung „Schottar Echo“.

35 Jahre Schottar Echo bedeuten 35 Jahre Kampf um Beiträge. Doch die Tradition ist es auch, die den Verantwortlichen weiterhin Motivation schenkt – und Humor. „Eine ganz wichtige Voraussetzung, wenn man eine Faschingszeitung macht“, lacht Alge.

Eine Haselstauder Institution

Bereits in den Jahren 1920 bis Anfang 1930 gab es verschiedene Faschingszeitungen in Haselstauden. Der Name Schottar wird von einem Expositus Schott abgeleitet, der 1792 zur Eröffnung der Pfarrkirche in Haselstauden tätig war. Die Interessengemeinschaft „Schottar Echo“ wurde schließlich 1984 mit 25 Mitgliedern gegründet. 1985 erschien dann die 1. Ausgabe, die damals noch im „Fahrverkauf“ persönlich zugestellt wurde. Von 1998 bis 2003 pausierte der Schottar Echo wegen Beitragsmangel, erlebte 2004 aber einen Neustart in abgespeckter Version.

„1986 waren innerhalb von zwei Stunden 400 Blättle ausverkauft. Jedes Jahr wurden an die 800 Ausgaben produziert, inzwischen sind es bedeutend weniger“, bedauern die Macher. Trotzdem kann man auf beachtliche Zahlen zurückblicken: In 34 Ausgaben wurden 3803 Beiträge mit 1471 Zeichnungen auf 1152 Seiten veröffentlicht. 485 wegen Personenschutz oder zu wenig Lächerlichkeit nicht bearbeitet.

Die Beiträge handeln jedes Jahr von „echten“ Haselstaudern – oder ehemaligen. Bis 1997 wurde zudem traditionsgemäß beim Rosenmontagsball der „Humorle-Preis“ überreicht. Eine Auszeichnung für den, der den größten Quatsch angestellt hatte. Auf zahlreiche Quatschmacher und Kuriositäten hoffen die Herausgeber auch in den nächsten Jahren, schließlich ist man gewillt, diese Tradition weiterhin „närrisch“ zu pflegen.

Auch für die diesjährige Ausgabe sind noch weitere Beiträge herzlich willkommen! Pleiten, Pech & Pannen á la Schottar werden gerne unter schottar.echo@aon.at entgegengenommen. Redaktionsschluss ist am 7. Februar. Die neue Ausgabe des Schottar Echo ist dann ab 22. Februar an verschiedenen Verkaufsstellen in Haselstauden erhältlich. cth