„Eine Wellnessoase für den Geist“

Vorarlberg / 28.01.2020 • 18:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die symbolische Schlüsselübergabe machte die Eröffnung der 6,4 Millionen Euro teuren Stadtbibliothek komplett.
Die symbolische Schlüsselübergabe machte die Eröffnung der 6,4 Millionen Euro teuren Stadtbibliothek komplett.

Die neue Stadtbibliothek Dornbirn wurde am Dienstag feierlich eröffnet.

Dornbirn Bereits am 8. Jänner hat die neue Stadtbibliothek Dornbirn ihre Türen für die Bürger geöffnet – jetzt wurde offiziell Eröffnung gefeiert. Bürgermeisterin Andrea Kaufmann begrüßte die Gäste mit einem Zitat Ciceros: „Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen.“ Den Neubau bezeichnete sie als architektonisches Glanzstück und Meilenstein in der Dornbirner Stadtentwicklung. „Mit ihrem innovativen Konzept ist die neue Bibliothek eine Wellnessoase für den Geist, wo alle auf ihre Kosten kommen.“ Ihren Dank richtete die Dornbirner Stadtchefin an alle Beteiligten, im Besonderen an die Sparkasse Dornbirn, die den 6,4 Millionen Euro teuren Neubau anlässlich ihres 150-Jahre-Jubiläums finanziert hat.

Moderiert wurde die Eröffnungsfeier von Wojciech Czaja. Der Architekturjournalist bat die Leiterin der Stadtbibliothek, den Vorstand der Dornbirner Sparkasse sowie die Architekten aufs Podium und beleuchtete mit ihnen die verschiedenen Funktionen der neuen Stadtbibliothek. „Unsere neue Bibliothek möchte ein offener, kommunikativer Treffpunkt sein“, sagte die Leiterin Ulrike Unterthurner. Für Sparkassenvorstand Harald Giesinger ist sie eine „Bibliothek für eine breite Bevölkerungsschicht“, mit der man den Dornbirnern etwas „zurückgeben“ will. Architekt Helmut Dietrich betonte, man habe einen demokratischen Ort schaffen wollen, wo sich Jung und Alt treffen können.

Literarische Leckerbissen aus seinem Buch „Zwei Herren, vier Daumen. Kleine Heldentaten“ gab der aus Vorarlberg stammende Autor Christian Futscher zum Besten. Nach einem musikalischen Intermezzo vom Vocalensemble des Jazzseminars Dornbirn wurde die neue Stadtbibliothek von den Pfarrern Christian Stranz und Michael Meyer ökumenisch gesegnet. Die feierliche Schlüsselübergabe an Ulrike Unterthurner bildete den Abschluss des Festaktes.

Nicht barrierefrei?

Interessierte wurden im Anschluss vom Team der Stadtbibliothek durch die neuen Räumlichkeiten geführt. Wenig Beachtung fand dabei der Eingangsbereich, der allerdings bei Heinz Grabher, Geschäftsführer Persönliche Assistenz Vorarlberg für Fassungslosigkeit sorgt. „Leider wurde der Eingangsbereich für Menschen mit Behinderung nicht barrierefrei gestaltet“, kritisierte er gegenüber den VN. Konkret geht es dabei nicht um die Eingangstür, eine sich automatisch öffnende Schiebetür, sondern die zweite Tür, die ins Foyer führt und per Klinke geöffnet werden muss.

Alles normgerecht, heißt es hingegen seitens der Stadt Dornbirn. Bei den beschriebenen Türen „waren neben der Barrierefreiheit auch brandschutztechnische Vorschreibungen zu berücksichtigen. Aus diesem Grund war für diese Bereiche eine Ausführung von Schiebetüren von vornherein nicht möglich“, so die Stellungnahme der Stadt. lcf

 

Zahlreiche Gäste waren zur feierlichen Eröffnung der neuen Dornbirner Bildungseinrichtugn gekommen. lcf
Zahlreiche Gäste waren zur feierlichen Eröffnung der neuen Dornbirner Bildungseinrichtugn gekommen. lcf