Größte Investition im Kindergartenbereich

Vorarlberg / 28.01.2020 • 17:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die familieplus-Stadt Bregenz lud erstmals zum neuen Format „B vor Ort“ zur Baustellenbesichtigung beim neuen Kindergarten St. Gebhard. U. Mittelberger
Die familieplus-Stadt Bregenz lud erstmals zum neuen Format „B vor Ort“ zur Baustellenbesichtigung beim neuen Kindergarten St. Gebhard. U. Mittelberger

Bregenz geht mit dem Kindergarten St. Gebhard neue Wege.

Bregenz Unter dem Titel „B vor Ort“ („B“ steht für Bürgerinformation), informierte die Stadt über den Neubau des Kindergartens St. Gebhard sowie über das neue pädagogische Konzept. Als Mitglied im Landesprogramm familieplus setzt Bregenz auf Kinderbeteiligung, spezielle Sprachförderung, individuelles Lernen und ermöglicht durch Ganztagesbetreuung mit Mittagstisch die verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der Sechs-Millionen-Bau des Architekturbüros Dorner/Matt wird im Herbst 2020 eröffnet. Zahlreiche Bürger folgten der Einladung zur Baustellenbesichtigung in die Holzackergasse.

Größte Investition in Kindergarten

Bürgermeister Markus Linhart, Sabine Kessler, Leiterin der Dienststelle Familien und Kinder, und Ulrike Österle, Kindergartenleiterin, informierten über das bautechnische und das pädagogische Konzept. Architekt Christian Matt und Bauleiter Christian Freuis luden zum Rundgang in den Bau. „Das ist die größte Investition im Kindergartenbereich, die die Stadt je getätigt hat“, so Linhart.

Ganztagesbetreuung

In die Planung des zweigeschoßigen Kindergartens war das gesamte Kindergartenteam eingebunden. Der Neubau bietet viel Platz für Gruppenangebote, Ruheräume, Ganztagesbetreuung, Bistro- und Mittagstisch sowie Integration und erfüllt so wichtige Kriterien des Landesprogramms.

Lernwerkstätten

„Wir arbeiten nach dem teiloffenen Konzept. Jedes Kind hat seinen festen Platz in der Stammgruppe. Zusätzlich dazu haben sie die Möglichkeit, verschiedene Lernwerkstätten zu besuchen“, so Kindergartenleiterin Ulrike Österle. Jede Lernwerkstätte hat einen Schwerpunkt. So wird es eine Konstruktions-, Musik- und Kreativwerkstatt geben. In der Koch- und Naturwerkstatt können die Kinder hauswirtschaftliche Tätigkeiten ausüben und den Lebensraum der Pflanzen und Tieren kennenlernen. Um die Wahrnehmung zu stärken, ist eine Sinneswerkstatt geplant. „Damit wir dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht werden, richten wir eine Bewegungsbaustelle im Turnsaal ein. In der Sprach-Wörterwerkstatt vermitteln wir Sprache in Kleingruppen auf spielerische Weise“, erläutert  Österle.

Ein Bewegungsraum, ein Multifunktionsraum oder abgetrennte Bereiche für die Sprachförderung ergänzen den barrierefreien Bau. „Wir haben auch hohen Wert auf die Außenraumgestaltung gelegt, die einem naturnahen Spielraumkonzept folgt. Die Kinder finden im Garten Materialien zum Bauen und Werken“, so Sabine Kessler, Dienststelle Familien und Kinder: Auch die Elternbildung ist ein wichtiger Bestandteil. „Wir wollen Eltern dazu anregen, sich mit anderen Eltern und den Pädagoginnen auszutauschen.“