Bludenzer Altstadt als Wahlkampfmittelpunkt

Vorarlberg / 29.01.2020 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Die Liste Mario Leiter präsentierte ihr Programm.vn/jlo

Liste Leiter geht mit ambitioniertem Programm in den Wahlkampf.

Bludenz Nach der Kandidatenpräsentation folgte für die Liste Mario Leiter gestern nun auch die Vorstellung konkreter Projekte, die die Liste in der Alpenstadt in den kommenden Jahren bzw. Jahrzehnten umsetzen will.

Am plakativsten ist wohl die ambitionierte Zentrumsentwicklung. Hier ist geplant, in fünf Bereichen Prozesse zu starten, die die Innenstadt aufwerten sollen. „Beim Rathaus stehen in Zukunft Sanierungen an, die acht bis zehn Millionen Euro kosten sollen“, informiert Leiter. Geht es nach seiner Liste, soll dieses Geld stattdessen in den Bau eines neuen Service- und Verwaltungszentrums (Rathaus) inklusive Tiefgarage zwischen der Sparkasse und Raiffeisenbank investiert werden (4). Die freiwerdenden Kapazitäten beim bestehenden Rathaus (1) könnten dann für weitere Entwicklungsprojekte wie beispielsweise einen Digital Campus oder universitäre Infrastruktur verwendet werden.

Treppen für Remise

Weiter soll in der Spitalgasse (2) ein Haus der Gesundheit entstehen, hier ist Leiter bereits in intensiven Gesprächen, auch ein Beschluss der Stadtvertretung ist bereits vorhanden. Abgerundet werden soll die Zentrumsumklammerung mit der Errichtung eines Kunst- und Kulturzentrums (3) im Bereich des bereits abgerissenen Bauhofs sowie einer Öffnung des Remise-Vorplatzes (5) durch Treppen. Finanziert werden soll das Ganze unter anderem mit Hilfe von Partnern. Leiter ist bereits seit 2,5 Jahren mit Grundstücksbesitzern und Interessenten in Gesprächen.

Als weitere Projekte wurden der Schulcampus Mitte sowie sämtliche Volksschulen von Bludenz angegeben, wobei der Campus Mitte an erster Stelle steht. In Sachen Bildungspaket strebt Leiter ein flexibles Kinderbetreuungsangebot in Stadtnähe sowie den kostenlosen Besuch des Kindergartens an. „Die Einnahmen der Kindergartenbeiträge machen einen Bruchteil unseres Budgets aus. Dank vieler Firmenansiedlungen verfügen wir nun über mehr Einnahmen.“ Abgerundet wird das Wahlprogramm mit dem Ziel, bis 2030 klimaneutral zu werden sowie mit der Bludenz-Card. So plant die Liste den Ausbau der Rad- und Gehwege, Begegungszonen sowie eine Zehn-Prozent-Rückerstattung für Bludenzer beim Kauf von V-mobil Jahreskarten. Die Bludenz Card soll den Stadtbewohnern Freizeitgestaltung zu ermäßigten Tarifen ermöglichen.