Bludenzer Zentrum im Mittelpunkt

Vorarlberg / 29.01.2020 • 20:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Liste Leiter geht mit ambitioniertem Programm in den Wahlkampf.

Bludenz Nach der Kandidatenpräsentation folgte für die Liste Mario Leiter gestern nun auch die Vorstellung konkreter Projekte, die die Liste in der Alpenstadt in den kommenden Jahren bzw. Jahrzehnten umsetzen will.

Am plakativsten ist wohl die ambitionierte Zentrumsentwicklung. Hier ist geplant, an fünf Bereichen Prozesse zu starten, die die Innenstadt aufwerten sollen. „Beim Rathaus stehen in Zukunft Sanierungen an, die acht bis zehn Millionen Euro kosten sollen“, informiert Leiter. Geht es nach seiner Liste, soll dieses Geld stattdessen in den Bau eines neuen Service- und Verwaltungszentrums (Rathaus) inklusive Tiefgarage zwischen der Sparkasse und Raiffeisenbank investiert werden (4). Die frei werdenden Kapazitäten beim bestehenden Rathaus (1) könnten dann für weitere Entwicklungsprojekte wie beispielsweise einen Digital Campus oder universitäre Infrastruktur verwendet werden.

Treppen für Remise

Weiter soll in der Spitalgasse (2) ein Haus der Gesundheit entstehen, hier sei Leiter bereits in intensiven Gesprächen, auch sei ein Beschluss der Stadtvertretung bereits vorhanden. Abgerundet werden soll die „Zentrums-Umklammerung“ mit der Errichtung eines Kunst- und Kulturzentrums (3) im Bereich des bereits abgerissenen Bauhofs sowie einer Öffnung des Remise-Vorplatzes (5) durch Treppen. Finanziert werden soll das Ganze unter anderem mit Hilfe von Partnern. Leiter sei bereits seit 2,5 Jahren mit Grundstücksbesitzern und Interessenten in Gesprächen.

Als weitere Projekte werden Investitionen in zahlreiche Bildungseinrichtungen angegeben, wobei der Campus Mitte an erster Stelle steht. In Sachen Bildungspaket strebt Leiter ein flexibles Kinderbetreuungsangebot in Stadtnähe sowie den kostenlosen Kindergartenbesuch an. „Die Einnahmen aus den Kindergartenbeiträgen machen einen Bruchteil des Budgets aus. Dank vieler Firmenansiedlungen verfügen wir nun über mehr Einnahmen.“ Abgerundet wird das Wahlprogramm mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2030 sowie der Einführung der Bludenz Card. So plant die Liste den Ausbau der Rad- und Gehwege, Begegungszonen sowie eine Rückerstattung für Bludenzer beim Kauf von V-mobil- Jahreskarten. Die Bludenz Card soll den Stadtbewohnern eine ermäßigte Freizeitgestaltung ermöglichen.