Die prickelnde Seite der Rotweinintoleranz

Vorarlberg / 30.01.2020 • 19:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit der Marke Finesparkling möchte Alexander Zellhofer den österreichischen Sekt attraktiver machen. VN/Stiplovsek
Mit der Marke Finesparkling möchte Alexander Zellhofer den österreichischen Sekt attraktiver machen. VN/Stiplovsek

Alexander Zellhofer verleiht Sekt eine Vorarlberger Note.

Hohenems Begonnen hat alles mit der Diagnose Rotweinintoleranz. „Ich habe dann angefangen, meinen Weinhorizont zu erweitern und vieles zu probieren“, erzählt Alexander Zellhofer (40). Zunächst waren es Weißweine, irgendwann landete der studierte Jurist beim Schaumwein. Auf den Geschmack gekommen, nahm er Kontakt zu Winzern und Schaumweinproduzenten auf und eröffnete viele Verkostungen später einen eigenen Onlineshop für Cava aus Spanien, Champagner aus Frankreich, Crémant aus Luxemburg, Franciacorta und Trentodoc aus Italien und Sekt aus Deutschland und Österreich. Seit 2018 hat Alexander Zellhofer seine eigene Schaumweinmarke. „Bei zahlreichen Blindverkostungen habe ich gemerkt, dass die Produkte aus Österreich wahnsinnig gut ankommen, teilweise besser als Champagner“, blickt der Altacher auf die Entstehungsgeschichte von „Finesparkling“ zurück. Der Brut Blanc und der Brut Rosé werden im Burgenland produziert. Die Trauben stammen von Vertragswinzern. „Dadurch sind wir nicht von einem Rebberg abhängig und können uns die Qualität aussuchen“, erläutert der 40-Jährige. Die Veredelung mittels traditioneller Flaschengärung erfolgt in einer Sektkellerei. Auf der Flasche befindet sich ein Löwenkopf. „Das Logo habe ich einer Werbeagentur in New York abgekauft. Es soll zeigen, dass es die Königsklasse ist. Zufällig ist Löwe auch mein Sternzeichen“, merkt der Altacher mit einem Schmunzeln an. Laut Gesetz muss Sekt aus Österreich mindestens neun Monate in der Flasche gären, beim Champagner sind es 15 Monate. Der Sekt von Finesparkling-Sekt bringt es laut Zellhofer auf 18 Monate oder mehr. „Durch die lange Hefelagerung hat er eine ganz feine, langanhaltende Perlage, ist cremig am Gaumen und vollmundig im Geschmack“, ergänzt er.

100 Prozent

Finesparkling ist mittlerweile auf den Karten von zahlreichen Hotels und Gastronomiebetrieben in Österreich und Deutschland zu finden. Im November hat es der Sekt mit Vorarlberger Note außerdem auf die Liste der Lieblingsschaumweine des Magazins GQ geschafft. Der aktuelle Jahrgang des Brut Blanc besteht zu 100 Prozent aus Chardonnay, der Brut Rosé aus 100 Prozent Pinot Noir. Das muss allerdings nicht so bleiben. „Wenn einmal ein schlechter Jahrgang dabei ist, dann wechseln wir, wenn es sein muss, auch einmal die Rebsorte.“ vn-ger

„Bei Blindverkostungen sind die Produkte aus Österreich wahnsinnig gut angekommen.“